1. Bundesliga: Alle reden über Rocco Reitz und Said El Mala - Bundesliga im Überblick
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Die Bundesliga ist zurück aus der Sommerpause! Nach dem Saisonauftakt der Bayern gegen Stuttgart (5:1) am Freitagabend gab es heute auch die erste Konferenz der 64. Bundesliga-Spielzeit. Und dabei sprechen alle über Leipzigs Rocco Reitz (24) und Köln-Star Saïd El Mala (20). Alle Spiele vom Samstag-Nachmittag gibt es hier zum Nachlesen!
Leipzig – Gladbach 3:0
Einstand nach Maß für den ersten argentinischen Cheftrainer in der Bundesliga-Geschichte! Martín Demichelis (45) feiert bei seinem Bundesliga-Debüt als Coach (zuvor 174 Partien als Spieler für die Bayern) einen souveränen 3:0-Erfolg gegen Gladbach.
Die Leipziger, bei denen Königstransfer Christopher Nkunku (28/Leihe AC Mailand) zunächst nur auf der Bank sitzt, benötigen knapp 25 Minuten, um ins Spiel zu finden. Doch dann sorgt Baku für den Dosenöffner. Der Rechtsverteidiger spielt einen einfachen Doppelpass mit Gomis, hat dann viel Platz und schiebt den Ball alleine vor Nicolas ins Netz – 1:0 RB (26.).
Nach der Pause erhöht Leipzig durch einen wunderschönen Schlenzer von Nusa auf 2:0 (49.), ehe Rocco Reitz (24) SEINEN Moment bekommt. Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub (spielte 17 Jahre für Gladbach) steht der Neuzugang erstmals in der Leipzig-Startelf – und trifft. Der gerade eingewechselte Nkunku (kam in der 65. Minute unter Sprechchören der RB-Fans für Gomis rein) legt für Reitz auf, der durch Nicolas' Beine das 3:0 (66.) erzielt. Nach seinem Tor verzichtet Reitz auf einen Jubel, hebt fast entschuldigend die Arme in die Höhe.
Für Gladbach ein Nachmittag zum Vergessen. Einzig gute Nachricht: Kapitän Tim Kleindienst (30) feiert sein Startelf-Comeback in der Bundesliga. Erstmals seit dem 10. Mai 2025 beginnt der Stürmer wieder in einem Bundesliga-Spiel. Das ist fast 16 Monate her.
Aus dem Stadion berichten: Yvonne Gabriel, Sten Hornig, Christian Hornung
Köln – Hoffenheim 3:2
Natürlich waren in Köln wieder alle Augen auf ihn gerichtet: Saïd El Mala (20)! Nach seiner Vertragsverlängerung bis 2031 und dem Pokalauftritt in Würzburg (2:1) startet er beim 3:2-Sieg gegen Hoffenheim erstmals auch in der Liga mit der Poldi-10 auf dem Rücken.
Und El Mala trifft zum so wichtigen Ausgleich nach dem Rückstand durch Daghim (27.). Kurz nach der Pause bittet der Super-Dribbler zum Tanz, lässt Coufal stehen, vernascht Hajdari – und trifft ins rechte Eck zum 1:1 (51.). Danach jubelt er wie Basketball-Weltmeister Dennis Schröder (32) mit dem Freeze-Jubel. Nur zwei Tage, nachdem er Schröder getroffen hat.
Der Matchwinner aus Sicht des FC an diesem Nachmittag heißt aber nicht El Mala, sondern Thijs Dallinga (26). Die Holland-Leihgabe aus Bologna trifft doppelt. Erst gleicht der Stürmer nach dem erneuten Rückstand durch Kabak (67.) zum 2:2 aus (72.). Zehn Minuten später wird er dann endgültig zum Mann des Tages. Moerstedt legt den Ball unfreiwillig für Dallinga auf. Der Stürmer lässt sich aus 15 Metern nicht zweimal bitten und trifft ins linke Eck – 3:2 (82.).
Für Köln-Trainer René Wagner (38/erste Saison als Cheftrainer) ein ganz wichtiger Startsieg – auch für die Stimmung im Umfeld. Er hatte letzte Saison nach dem Kwasniok-Aus übernommen und im Saisonendspurt in sieben Spielen sechs Punkte (ein Sieg) geholt. Jetzt der gute Start.
Aus dem Stadion berichten: Mirko Frank, Ulrich Bauer, Niklas Niendorf, Elinor Hessenberger
Mainz – Paderborn 0:0
Mainz kann zum Start einer Saison einfach nicht gegen Aufsteiger gewinnen! Die 05er kommen gegen Aufsteiger Paderborn nicht über ein torloses Remis hinaus. Und das hat fast schon Tradition. Die letzten fünf Saison-Auftaktspiele gegen Liga-Neulinge gingen für Mainz verloren. Jetzt gibt es zwar keine Pleite, dennoch ist es das sechste Spiel ohne Sieg!
Einziger echter Aufreger in der 49. Minute: Amiri reklamiert nach ter Horsts Trikotzupfer vehement Elfmeter. Doch Schiri Stieler und auch der VAR entscheiden nicht auf Elfmeter und lassen das Spiel weiterlaufen. Danach lenkt Noll Mwenes Flachschuss um den Pfosten.
Während Mainz mit dem Remis hadern wird, feiert Paderborn (zum dritten Mal nach 2014/15 und 2019/20 wieder erstklassig) einen Punkt zum Auftakt. Übrigens: Bei den Ostwestfalen debütieren gleich acht Akteure im Oberhaus. Nur Marvin Pieringer (89 Spiele), Gabriel Vidović (9) und Laurin Ulrich (eine Partie) schnupperten schon Bundesliga-Luft.