1. FC Köln: Vier Profis nach Kader-Rückschlag bitter enttäuscht
Luca Waldschmidt war ganz und gar nicht zum Lachen zumute, als er das Rhein-Energie-Stadion am Samstagabend durch die Katakomben verließ. Zum einen, weil seine Mannschaft einen Sieg gegen Bremen verschenkt hatte, zum anderen, weil er dabei keine Rolle spielte.
Der Spielmacher wurde von René Wagner nicht für den Kader nominiert. Offizielle Begründung des Trainers: „Luca kommt aus einer Verletzung, für ihn hat es noch nicht gereicht.“
Auch van den Berg nicht im FC-Kader gegen Bremen
Dabei war Waldschmidt bereits vor dem Spiel gegen Stuttgart wieder im Mannschaftstraining, die vergangene Woche absolvierte er komplett. Während der Zehner auf der Tribüne saß, kam mit Sebastian Sebulonsen ein Spieler zum Einsatz, der fast doppelt so lang ausgefallen und deutlich schwerer verletzt war.
Das sorgt im Spielerumfeld für Unverständnis. Denn wie viel Energie der ehemalige Nationalspieler der Mannschaft hintenraus geben kann, hat er vergangene Saison unter Beweis gestellt. Als Super-Joker gelangen ihm starke vier Tore und zwei Vorlagen!
Dennoch entschied sich René Wagner gegen Waldschmidt und strich den Angreifer genau wie Reigan Heskey, Imad Rondic und Rav van den Berg. „Alle vier waren natürlich enttäuscht. Das ist ganz normal. Wenn ein Spieler vor mir gesessen und gegrinst hätte, hätten wir ein Berufsproblem gehabt“, sagt Wagner.
Für van den Berg ist es der vorläufige Tiefpunkt seiner FC-Zeit. Der Niederländer wurde erstmals aus Leistungsgründen komplett aus dem Kader gestrichen. „Wir haben Rav gestrichen, weil wir nicht zwei Innenverteidiger für die Bank mitnehmen wollten“, sagt Wagner.
Nur vergangene Saison gegen Eintracht Frankfurt kam der Verteidiger unter Wagner zum Einsatz. In der Abwehr-Hierarchie ist er mittlerweile auf Platz vier abgerauscht, obwohl Wagner bislang noch keine verlässliche Formation gefunden hat. Denn unter dem FC-Trainer gab es bislang kein einziges Zu-Null-Spiel.