10. August ist offenbar entscheidend: Uralte Bauernregel weckt jetzt große Hoffnungen
Startseite Welt 10. August ist offenbar entscheidend: Uralte Bauernregel weckt jetzt große Hoffnungen Von: Bjarne Bock Uns auf Google folgen „Laurenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein“, sagt eine sehr alte Bauernregel. Wie berechtigt diese Hoffnung heute tatsächlich ist. Der 10. August, Gedenktag des Heiligen Laurentius von Rom, markiert im bäuerlichen Kalender traditionell einen Wendepunkt: Anders als viele Regeln rund um Anfang August, die ausschließlich auf den kommenden Winter blicken, richtet sich eine zentrale Aussage zu diesem Tag auf die nächstliegende Jahreszeit – den Herbst. Damit setzt der Lorenzitag einen anderen Akzent als etwa die Regeln zu Petri, Dominikus oder Sankt Afra, die allesamt weit in die Zukunft schauen und vom Sommer auf den Winter zielen. Im Mittelpunkt steht die Regel: „Laurenz im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein.“ Sie verspricht, dass ein sonniger, freundlicher 10. August einen guten, ertragreichen Herbst nach sich zieht. Ähnlich formulieren es verwandte Sprüche wie „Laurentius heiter und gut, einen schönen Herbst verheißen tut“ oder „Sollen Obst und Trauben sich mehren, dürfen mit Laurenz die Wetter aufhören“ – gemeint ist damit stabiles, warmes Wetter zugunsten der Obst- und Weinernte. Bauernregel zu Laurentius: Bringt der 10. August einen „gesegneten“ Herbst? Der Hintergrund ist auch hier landwirtschaftlich nachvollziehbar: Mitte August reifen vielerorts Obst und Trauben, für die anhaltender Sonnenschein tatsächlich förderlich ist, während Regen und Kälte die Reife verzögern und die Qualität mindern können. Ein sonniger Lorenzitag als kurzfristiges Stimmungsbild für die weitere Reifephase im Spätsommer und Frühherbst wirkt damit plausibler als manch andere Bauernregel, die gleich mehrere Monate vorausblickt. Anders als bei den Sommer-Winter-Regeln liegt zwischen Ursache und vermuteter Wirkung hier lediglich ein Zeitraum von wenigen Wochen bis zum eigentlichen Herbstbeginn. Das macht die Aussage meteorologisch etwas belastbarer, da sich Großwetterlagen über einen kürzeren Zeitraum seltener komplett umkehren als über ein halbes Jahr. Eine verlässliche Prognose liefert aber auch diese Regel nicht, da einzelne Sonnentage nichts über die Wetterentwicklung der Folgewochen aussagen. Wie sich der 10. August 2026 konkret entwickelt, zeigt die aktuelle Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes: Für den Zeitraum wird eine Wetterzweiteilung erwartet, im Norden Deutschlands eher unbeständig und nur noch mäßig warm, im Süden hält sich die Hitze länger, nimmt aber bis zum Wochenende leicht ab. Örtlich bleiben kräftige Gewitter möglich. Ein durchgehend sonniger Tag im Sinne der Bauernregel zeichnet sich damit derzeit nicht flächendeckend für ganz Deutschland ab. Hier alle aktuellen Vorhersagen im Detail. Wer war der Heilige Laurentius? Laurentius war im 3. Jahrhundert Diakon der römischen Kirche und für die Verwaltung ihrer Almosen zuständig. Der Überlieferung nach starb er 258 unter Kaiser Valerian den Märtyrertod, indem er auf einem glühenden Rost hingerichtet wurde. Er zählt zu den am meisten verehrten Märtyrern der frühen Kirche. Sein Gedenktag am 10. August ist zugleich der Namensgeber der Sternschnuppen dieser Zeit, die im Volksmund als „Tränen des Laurentius“ bekannt sind.