DAX +0,79 % 25.379,70 Pkt 10:25:26 MDAX +0,88 % 30.139,75 Pkt 10:25:25 Euro Stoxx 50 -0,11 % 6.109,55 Pkt 10:25:15 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold -0,68 % 4.010,80 USD 10:30:21 Silber -1,60 % 53,24 USD 10:30:16 Brent -4,17 % 110,98 USD 10:30:19 WTI +0,13 % 101,89 USD 10:30:19 Bitcoin -0,59 % 79.535,12 USD 10:40:21 EUR/USD -0,69 % 1,11410 USD 10:39:42 EUR/GBP -0,21 % 0,83670 GBP 10:40:24 EUR/CHF -0,10 % 0,92320 CHF 10:40:25 EUR/JPY -0,15 % 175,651 JPY 10:40:26

10 Millionen-Betrug auf Spotify und Apple Music: US-Musiker muss wegen KI-Bots ins Gefängnis

Technologie

Ein 54-jähriger US-Musiker namens Michael Smith muss wegen Betrugs für eineinhalb Jahre ins Gefängnis, wie das IT-Sicherheitsportal „Bleeping Computer“ berichtet. Der Mann hatte über mehrere Jahre hinweg mit gefälschten Titeln mehr als zehn Millionen US-Dollar (circa 8,92 Millionen Euro) von bekannten Musikplattformen eingenommen. Neben der Haftstrafe ordnete das Gericht die Rückzahlung von genau 8.091.843,64 US-Dollar (circa 7.215.000 Euro) an. Nach Verbüßung der Strafe steht der Verurteilte zwei weitere Jahre unter behördlicher Aufsicht.

KI-Musik und Bots sollen Streaming-Einnahmen in die Höhe treiben

Für die Täuschung nutzte der Täter laut Gerichtsunterlagen hunderte Tausende KI-generierte Musikstücke, die er von Komplizen erworben und auf Plattformen wie Spotify oder Apple Music hochgeladen hatte. Bis zu 10.000 automatisierte Bot-Konten spielten diese Audiodateien kontinuierlich ab, um Künstlereinnahmen zu generieren. VPN-Netzwerke halfen dabei, die Abwehrsysteme der Plattformbetreiber gezielt zu umgehen. In Spitzenzeiten erzielte das Netzwerk täglich Hunderttausende Aufrufe.

US-Staatsanwaltschaft vergleicht Betrugsnetzwerk mit Taylor Swift

Die Ausmaße des Betrugs überstiegen zeitweise sogar die Abrufzahlen weltbekannter Popstars: So generierte Smiths Bot-Netzwerk im April 2023 bei Familien-Abonnements auf YouTube Music 80,9 Millionen Streams, während der gesamte Katalog von Taylor Swift in derselben Kategorie im selben Monat auf 9,3 Millionen Streams kam.

ANZEIGE

ANZEIGE

Die zuständige US-Staatsanwaltschaft erklärte zu dem Fall: „Indem er Musik-Streaming-Plattformen mit automatisierten Bots statt mit Konsumenten und gefälschten Songs statt mit Kreativität überschwemmte, hat Smith Millionen an Tantiemen von echten Künstlern und deren Fans gestohlen.“ Nach weiteren Angaben der Staatsanwaltschaft generierten die Bot-Konten des Mannes in einem Monat über 80 Millionen Streams, wie „Bleeping Computer“ ausführt.

So gehen Streamingdienste gegen Fake-Streams vor

Der Fall zeigt, wie künstliche Intelligenz und automatisierte Konten genutzt werden können, um Streaming-Einnahmen zu manipulieren. Auch die GEMA warnt vor dieser Kombination: die Gesellschaft beschreibt, wie künstlich erzeugte Abrufe Geld von tatsächlichen Musikschaffenden abziehen können. Spotify setzt deshalb auf technische Kontrollen und Sanktionen. Laut der Plattform werden erkannte künstliche Streams nicht vergütet und aus öffentlichen Abrufzahlen sowie Charts entfernt.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren