DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,57 Pkt 21:48:23 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:48:15 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,30 % 64.090,53 Pkt 06:48:05 Gold -0,67 % 4.047,30 USD 06:53:07 Silber -0,60 % 53,97 USD 06:52:28 Brent -2,27 % 111,29 USD 06:52:07 WTI +1,67 % 101,57 USD 06:52:45 Bitcoin 0,00 % 80.799,32 USD 07:02:57 EUR/USD -0,47 % 1,11220 USD 07:02:44 EUR/GBP -0,08 % 0,83660 GBP 07:03:10 EUR/CHF -0,18 % 0,92310 CHF 07:03:09 EUR/JPY -0,29 % 175,514 JPY 07:03:09

10 Prozent weniger Staub auf der Erde - das ist schlecht fürs Klima

Wissenschaft

In den letzten Jahrzehnten gab es weltweit große Anstrengungen, die Luftverschmutzung zu reduzieren. Gleichzeitig forsteten China und Länder in der afrikanischen Sahelzone große Flächen in Trockengebieten auf.

Letzteres hatte messbare Auswirkungen auf den Staubgehalt in der Atmosphäre: Zwischen 2003 und 2023 nahm die Menge an natürlichem Staub in der Luft um rund zehn Prozent ab, folgern Ashok Gupta von der University of California in Los Angeles und sein Team. Was für die Gesundheit gut sei, könne aber die Erderwärmung beschleunigen, so die Forscher.

Besonders Afrika betroffen

Zwischen anorganischem, mineralischem Staub etwa aus trockenen Böden und anderen Aerosolen wie Ruß zu unterscheiden, ist kein leichtes Unterfangen. Guptas Team wertete daher die Daten verschiedener Satelliten und dreier atmosphärischer Aerosol-Datenbanken aus und glichen diese mit bodengestützten Messwerten ab. Daraus ermittelten sie, wie sich der Staubeintrag in der Luft verändert hatte.

Insgesamt zeigte sich das konstante Bild eines globalen Staubrückgangs aus Trockengebieten oder brachen Ackerflächen, aus denen der Wind Feinmaterial ausbläst. Ein Großteil dieses Staubs sammelt sich vor allem in unteren Atmosphärenschichten an und steigt nur in geringerem Ausmaß bis zur Tropopause auf, der Obergrenze der Troposphäre und damit der für uns maßgeblichen irdischen Lufthülle. Besonders ausgeprägt sei der Rückgang in Asien sowie im nördlichen Afrika bis zur Sahelzone – Regionen mit besonders intensiver Aufforstung.

ANZEIGE

ANZEIGE

Schwächere Winde, weniger Staub

Zwei Faktoren spielen für die Arbeitsgruppe dabei eine maßgebliche Rolle: Zum einen nahm weltweit die Windaktivität im betrachteten Zeitraum ab – schwächere Winde wirbeln weniger Staub auf. Zum anderen nahm die Vegetationsbedeckung, etwa durch Aufforstung, in wichtigen Trockengebieten zu. Die Bäume bremsen ebenfalls Winde, und sie verringern die Erosion, weshalb weniger Feinmaterial ausgetragen wird und in die Luft gelangt.

Die Abschwächung von Stürmen geht beispielsweise auf geringere Temperaturunterschiede zwischen der sich überdurchschnittlich stark erwärmenden Arktis und den mittleren Breiten zurück: Der Luftmassenaustausch wird dadurch schwächer und entsprechend nimmt die Windaktivität ab.

Die sauberere Luft wirkt sich negativ auf die Erderwärmung aus: Weniger Staub dimmt die Sonneneinstrahlung; zudem verringert sich die Reflektion der eingehenden Strahlung, weshalb sich die Aufheizung beschleunigen kann.

Negativ betroffen sein könnte zudem die Wolkenbildung und damit die Niederschläge. Und mineralischer Staub trägt Phosphate und andere Nährstoffe aus den Wüsten etwa in den Ozean und bis zum Amazonasregenwald, die davon profitieren. Umgekehrt verbessert sich für Hunderte Millionen Menschen die Luft und sinkt die Belastung für die Lungen, so die Forscher.

+++ Keine Klima-News mehr verpassen – abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal +++

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren