136-mal auf Kosten anderer getankt
Ein Mann steht in Salzburg vor Gericht, weil er monatelang die Tankkarte einer Spedition missbraucht haben soll. Mit seinem "Sprit-Schmäh" soll er dutzenden Menschen Diesel beschafft haben.
Ein in Salzburg lebender serbischer Staatsbürger muss sich am Dienstag in Österreich vor Gericht verantworten. Der bislang unbescholtene Mann soll sich im September 2025 auf bislang ungeklärte Weise die Tankkarte eines kroatischen Speditionsunternehmens verschafft haben, wie die "Krone" berichtet.
Mit dieser Karte war es möglich, Diesel zu einem Preis von lediglich rund einem Euro pro Liter zu beziehen – deutlich unter den regulären Preisen an österreichischen Zapfsäulen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29-Jährigen betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauch sowie Urkundenunterdrückung vor.
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Diesel-Deals an der Tankstelle gemacht
Der Angeklagte machte den günstigen Sprit laut "Krone" offenbar einem größeren Personenkreis zugänglich. Zahlreiche Interessenten sollen sich daraufhin mit dem Mann an einer bestimmten Tankstelle getroffen haben. Dort füllte er die Fahrzeuge der Kundschaft auf. Einige erschienen dem Bericht zufolge sogar mit Kanistern.
136 Tankvorgänge auf Kosten anderer
Das Ausmaß der mutmaßlichen Betrugsserie ist erheblich: Laut Anklage der Salzburger Staatsanwaltschaft fanden bis Januar 2026 insgesamt 136 Tankvorgänge statt. Dabei flossen rund 54.000 Liter Diesel auf Kosten des kroatischen Unternehmens, so die "Krone". Der finanzielle Gesamtschaden beträgt demnach etwa 68.000 Euro. (red)