1,5 Kilometer Asche über Catania
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Vulkan Ätna ausgebrochen: Riesige Aschewolke legt Flughafen lahm – Rat an Reisende
Von: Julia Hanigk
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Ein Ätna-Ausbruch legt den Flughafen Catania lahm. Eine 1,5 km hohe Aschewolke ist zu sehen, es gilt Höchstwarnstufe Rot, Flüge werden umgeleitet.
Catania – Wer heute nach Catania fliegen wollte, erlebte eine böse Überraschung. Seit den frühen Morgenstunden des 5. Juli 2026 schleudert der Ätna auf Sizilien gewaltige Aschemengen in den Himmel. Eine 1,5 Kilometer hohe Eruptionswolke steigt über dem Vulkankrater auf – und legt den Flughafen der Stadt weitgehend lahm, wie rainews.it meldet.
Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) meldete, dass um 7:45 Uhr erste Ascheemissionen aus dem östlichen Flankenbereich des Voragine-Kraters begannen.
Ätna spuckt Asche: Wolke behindert Flugverkehr
Gegen 8:45 Uhr verstärkten sich die Emissionen erheblich. Die Aschewolke zieht seitdem in Richtung Süden und Südosten – direkt über das Gebiet des Flughafens Catania. Um 8:30 Uhr verzeichneten die Messinstrumente den bisher höchsten Vulkantremor-Wert dieses Ausbruchs. Das INGV hob die Luftfahrt-Warnstufe daher von Orange auf Rot an.
Somit sperrte die Flughafengesellschaft SAC den Luftraumsektor B2 südlich des Vulkans bis 19 Uhr Ortszeit. Alle ankommenden Flüge wurden gestoppt, nur Abflüge der bereits am Boden stehenden Maschinen sind noch erlaubt. Laut Sicurauto.it wurden bis zum Mittag etwa zwölf Flüge umgeleitet – darunter ein Lufthansa-Flug aus München sowie mehrere Ryanair- und ITA-Airways-Verbindungen. Die meisten Maschinen landeten in Palermo, einige in Comiso. Die SAC rät laut rainews.it allen Reisenden: „Passagiere werden gebeten, vor der Anreise zum Flughafen den Status ihres Fluges bei der Fluggesellschaft zu überprüfen.“
Ätna-Vulkan zur Zeit sehr aktiv: Mehrere vorhergehende Ausbrüche
Der Ausbruch kommt nicht aus dem Nichts. Wie Il Post berichtet, war am Voragine-Krater seit Wochen erhöhte strombolianische Aktivität zu beobachten. Ein Lavastrom, der am 26. Juni begann, erlosch erst am 4. Juli – einen Tag vor der neuen Eruptionsphase. Entlang der Ostflanke des Ätna war schon am 1. Juli Lava zu sehen, nachdem sich am östlichen Fuß des Gipfelkraters „Voragine“ eine Eruptionsspalte geöffnet hatte. Der hochviskose Lavastrom, der in einer Höhe von etwa 3000 Metern entstand, drang bis ins Valle del Leone vor. Aus der Spalte traten vulkanische Gase und glühendes Material aus, während heftige Explosionen im Voragine-Krater Material weit über den Kraterrand hinaus schleuderten. Der Ätna zapft bei seinen Ausbrüchen Ur-Magma an.