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1,5 Milliarden Menschen nutzen Google Fotos - doch diese Features übersehen fast alle

Technologie

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Google Fotos ist auf über 1,5 Milliarden Smartphones installiert und die meisten Nutzer verwenden es ausschließlich als Foto-Backup. Doch damit lasst ihr viele der praktischen Features einfach links liegen.

Hinter der schlichten Oberfläche versteckt sich ein vollwertiges Werkzeug für Suche, Privatsphäre, Teilen und Bearbeitung eurer Fotos. Wir zeigen euch die besten Funktionen, die sich leicht übersehen lassen, die aber den Umgang mit eurer Foto-Sammlung komplett verändern können.

Google Fotos sucht nicht nur nach dem Namen eurer Fotos, sondern auch nach den dargestellten Inhalten wie zum Beispiel „Strand“, „Hund“, „Fußball“. Ihr könnt der App auch länger beschreiben, was ihr sucht, so als würdet ihr einem Freund erklären, welches Foto ihr meint.

Damit die Suche in Google Fotos aber noch besser funktioniert und ihr zum Beispiel spezifische Personen findet, solltet ihr eure Kontakte einmalig im Bereich „Personen und Haustiere“ benennen. Zuvor müsst ihr sicherstellen, dass ihr die Einstellung „Ähnliche Gesichter gruppieren“ aktiviert habt. Dann könnt ihr ganz schnell alle Fotos von einem bestimmten Freund oder Haustier finden.

Etwas skurril, aber auch praktisch: Ihr könnt auch Emojis als Suchbegriff nutzen. Ein Hunde-Emoji findet alle Hundefotos, ein Pizza-Emoji alle Pizza-Aufnahmen. Besonders nützlich ist außerdem die Texterkennung. Ihr könnt zum Beispiel nach „Kassenbon“ oder „Rezept“ suchen, und Google Fotos durchwühlt automatisch alle Texte, die auf euren Fotos zu sehen sind.

Screenshots von Kontoauszügen, Fotos des Reisepasses, persönliche Aufnahmen: Manche Bilder gehören nicht in die normale Galerie. Der „Gesperrte Ordner“ in Google Fotos löst genau dieses Problem: Fotos, die ihr dorthin verschiebt, tauchen weder in der Hauptansicht noch in Suchergebnissen oder geteilten Alben auf. Öffnen lässt sich der Ordner nur per PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.

Den gesperrten Ordner findet ihr unter dem Drei-Punkte-Menü eines Fotos über „In den gesperrten Ordner verschieben“. Beim ersten Einrichten entscheidet ihr außerdem, ob die Fotos in der Cloud gesichert werden sollen oder ausschließlich lokal auf dem Gerät bleiben. Wer Ausweisdokumente oder andere sensible Unterlagen immer griffbereit haben will, ohne sie offen in der Galerie zu lagern, hat hier die perfekte Lösung.

Wer kennt das Ritual nicht: Nach jedem Urlaub oder Familienausflug beginnt das große Foto-Weiterleiten per WhatsApp. Das Feature „Mit Partner teilen“ macht damit Schluss. Die Funktion erlaubt es, Fotos nach festen Regeln automatisch mit einer anderen Person zu teilen – zum Beispiel alle Bilder, auf denen ihr beide zu sehen seid, alle Fotos ab einem bestimmten Datum oder schlicht die gesamte Bibliothek.

Einrichten könnt ihr das unter Einstellungen > Teilen > Mit Partner teilen. Sobald die andere Person die Einladung annimmt, landen neue Fotos nach euren Regeln automatisch in ihrer Google-Fotos-Bibliothek – ohne dass ihr auch nur einen Finger rühren müsst.

Euer Google-Fotos-Feed quillt über vor Screenshots, GIFs, WhatsApp-Stickern und zehn fast identischen Aufnahmen desselben Sonnenuntergangs? Die Foto-Ansicht-Einstellungen schaffen Ordnung, ohne dass ihr auch nur ein Foto löschen müsst. Über das Drei-Punkte-Menü oben rechts in der Hauptgalerie könnt ihr zum Beispiel Screenshots, GIFs und Memes komplett aus dem Feed ausblenden. Sie verschwinden damit aus der Ansicht, bleiben aber weiterhin in der App gespeichert.

Noch praktischer ist die Stapel-Funktion: Google Fotos erkennt automatisch, wenn ihr mehrere ähnliche Fotos kurz hintereinander aufgenommen habt, und fasst sie zu einem Stapel zusammen. Euer Feed wirkt dadurch aufgeräumter, und ihr könnt bei Bedarf trotzdem auf alle Einzelbilder zugreifen. Wer viel fotografiert, wird diese Funktion nach dem ersten Ausprobieren nicht mehr missen wollen.

Google Fotos zeigt euch regelmäßig automatische Rückblicke auf vergangene Jahre und Monate. Das ist meistens schön, kann aber auch ungewollt schmerzhaft sein, wenn Erinnerungen an Menschen oder Ereignisse auftauchen, die ihr lieber nicht täglich oder unvorbereitet sehen wollt. Zum Glück lässt sich genau das abstellen: Unter Einstellungen → Erinnerungen könnt ihr bestimmte Personen, Haustiere oder ganze Zeiträume dauerhaft aus dem Feature ausschließen.

Gleichzeitig könnt ihr dort zwischen zeitbasierten und thematischen Erinnerungen wählen. Wer zum Beispiel nur „Best of Month“-Rückblicke sehen will, aber keine automatisch zusammengestellten Themen-Alben, stellt das hier ein. Die Funktion gibt euch die volle Kontrolle darüber, welche Erinnerungen Google Fotos für euch aufbereitet und welche einfach in Ruhe gelassen werden sollen.

Unter dem Reiter „Sammlungen“ findet sich ein Feature, das viele nie anklicken: „Orte“. Dahinter verbirgt sich eine interaktive Weltkarte, auf der alle eure Fotos geografisch verortet sind – vorausgesetzt, der Standort war beim Aufnehmen aktiviert. Ihr seht auf einen Blick, wo auf der Welt ihr schon fotografiert habt, und könnt per Tap auf eine Region direkt in die Fotos von dort eintauchen.

Das ist nicht nur ein netter Nostalgie-Effekt, sondern auch praktisch: Wenn ihr euch nicht mehr erinnert, in welchem Restaurant im Urlaub ihr damals das beste Dessert hatte, aber ein Foto davon aufgenommen habt, dann findet ihr es über die Karte in Sekunden wieder.

Ihr macht Fotos auf einer Hochzeit, einem Geburtstag oder einem Schulausflug und wollt sie schnell mit allen Anwesenden teilen – auch mit Leuten, die kein Google-Konto haben? Google Fotos generiert für jedes Album automatisch einen QR-Code. Den könnt ihr auf dem Smartphone zeigen, verschicken, ausdrucken oder auf eine Leinwand projizieren. Wer ihn scannt, gelangt direkt zum Album und kann Fotos ansehen oder sogar eigene hinzufügen.

Den QR-Code erstellt ihr direkt beim Teilen eines Albums über das Teilen-Symbol. Das macht die Funktion besonders für Gruppenevents praktisch, bei denen viele Menschen gleichzeitig Fotos beisteuern und abrufen wollen.

Der Magic Eraser entfernt störende Personen, Stromleitungen oder Objekte aus Fotos mit wenigen Klicks. Wer ein Element nicht komplett entfernen will, nutzt den Camouflage-Modus, der es stattdessen in den Hintergrund einblendet.

Dazu kommen „Scharfzeichnen“ für verwackelte Aufnahmen, „Hintergrundweichzeichner“ für nachträglichen Hintergrundunschärfe-Effekt und „Himmel“, mit denen sich ein grauer Himmel in einen dramatischen Sonnenuntergang verwandeln lässt. Alle Bearbeitungen lassen sich als Kopie speichern – das Original bleibt dabei immer unangetastet.

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