17,5 Prozent: Jetzt stürzt die CDU
BERLIN. Mit 17,5 Prozent rutscht die CDU/CSU von Bundeskanzler Friedrich Merz in der aktuellen Insa-Umfrage erneut auf den schlechtesten jemals in einer bundesweiten Umfrage gemessenen Wert ab. Im Vergleich zum Rekordtief der Vorwoche verliert die Union weitere 1,5 Prozentpunkte.
Umgekehrt verläuft der Trend in der Erhebung für die Bild bei der AfD. Diese erklimmt mit 30,5 Prozent wieder ein neues Allzeithoch. Der Vorsprung beträgt nun 13 Prozentpunkte. Offenbar schlägt der Effekt der drei Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern nun voll auf die Bundesebene durch.
Die AfD hatte dort jeweils erdrutschartig gewonnen, während die Union stark verlor. In Schwerin flog die CDU sogar aus dem Landtag.
Beim Koalitionspartner SPD gibt es dagegen auf niedrigem Niveau keine Bewegung. Die Sozialdemokraten verharren bei 14,5 Prozent und bleiben damit genauso schwach wie die Grünen auf Platz drei.
Linke von Clan-Nähe belastet
Von ihrem Wahlsieg in Berlin kann die Linke dagegen kaum profitieren. Sie gewinnt lediglich 0,5 Punkte auf 10,5 Prozent. Offenbar hat die Diskussion um ihre Nähe zur Clan-Kriminalität die Euphorie etwas gebremst.
Die FDP, ebenfalls großer Wahlverlierer und in keinem der drei Landesparlamente mehr vertreten, würde auch nicht in den Bundestag einziehen: 4,5 Prozent bedeuten einen halben Punkt Zugewinn. Das BSW stagniert bei 3,5 Prozent.
Union und SPD sind mit addiert 32 Prozent weit entfernt von einer erneuten Regierungsmehrheit. Sie müssten die Grünen hinzunehmen, um eine parlamentarische Mehrheit jenseits der Brandmauer zu erzielen. Dann würde es 46,5 Prozent ergeben und reichen, weil insgesamt 12,5 Prozent der Stimmen wegen der Sperrklausel nicht berücksichtigt würden. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 4,5 Prozent.
Sollte die FDP jedoch in den Bundestag einziehen, könnte es selbst für ein schwarz-rot-grünes Bündnis knapp werden. (fh)