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18-jähriger Hamburger soll Jugendliche in Suizid getrieben haben

Nation

Stand: 23.10.2026 16:44 Uhr

Das Landeskriminalamt Hamburg hat einen 18-Jährigen unter dringendem Mordverdacht verhaftet. Der Beschuldigte soll auf eine psychisch labile 14-jährige US-Amerikanerin so eingewirkt haben, dass diese sich selbst verletzte und schließlich erhängte. Der Fall weist Parallelen zu "White Tiger" auf.

Der 18-Jährige soll laut der Hamburger Staatsanwaltschaft so auf sein mutmaßliches Opfer eingewirkt haben, dass sich das Mädchen massive Schnittverletzungen zufügte. Über den Videomessengerdienst Discord soll er mit der Jugendlichen, die im US-Bundesstaat Indiana lebte, in Kontakt getreten sein. Mit dem Blut aus den Wunden schrieb sie das von dem Beschuldigten genutzte Pseudonym "Kaz" und den Namen der Gruppierung "NMK" (Nefarious Maniac Kult) an die Wand. Später erhängte sie sich in ihrem Zimmer.

Beschuldigter wollte die Selbsttötung auf Video haben

Der Beschuldigte soll laut Staatsanwaltschaft von der Geschädigten verlangt haben, Videoaufnahmen von den Selbstverletzungen anzufertigen. Ob sie auch die schließlich zum Tode führende Strangulation aufgezeichnet hat, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Er soll nach ihrem Tod versucht haben, sich entsprechende Aufnahmen der mutmaßlich von ihm gesteuerten Selbsttötung zu verschaffen. Hierbei soll er dem Umfeld des Mädchens gedroht haben, andernfalls kompromittierende Aufnahmen der Geschädigten zu veröffentlichen. Bislang gibt es für die Generalstaatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte, dass der Beschuldigte weitere Taten begangen hat. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Festnahme und Durchsuchung am Donnerstag

Aufmerksam auf die Tat wurde unter anderem das FBI. Das übermittelte seine Erkenntnisse weiter an die deutschen Behörden. Die Hamburger Polizei verhaftete den Tatverdächtigen am Donnerstag und durchsuchte die Wohnung seiner Eltern, in der er lebte, im Hamburger Bezirk-Mitte. Dabei wurden unter anderem sein Computer und sein Smartphone sichergestellt. Der 18-Jährige ist nicht vorbestraft. Allerdings läuft bereits seit Längerem ein Verfahren gegen ihn - Hintergrund ist nach NDR Informationen eine Beziehungstat.

Wollte der Beschuldigte sich in einer Gruppierung profilieren?

Auf Basis bisheriger Erkenntnisse gehen die Ermittlerinnen und Ermittler davon aus, dass sich der Beschuldigte mit dem Videomaterial entweder als Mitglied der Gruppierung "NMK" profilieren oder aber auf diesem Wege Zugang zu der Gruppierung erlangen wollte. Die Gruppierung "NMK" orientiert sich an Gruppen des "COM-Netzwerks". Innerhalb dieser Community sollen besonders verletzliche Geschädigte in Sozialen Medien emotional abhängig gemacht werden, um die Verbundenheit später auszunutzen.

Bereits der dritte Fall für die Hamburger Staatsanwaltschaft

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