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2. Liga: Herthas Höhenflug geht auch in Osnabrück weiter

Sport

"Es ist überragend. Ich habe keine Worte mehr für die Leistungen, die wir Woche für Woche bringen", schwärmte Kapitän Josip Brekalo nach der Partie. Er selbst hatte sein Team auf mit dem Führungstreffer kurz nach der Pause auf die Siegerstraße geführt. Damit steuerte der 28-Jährige bereits vier Tore und zwei Vorlagen zum Traumstart der Alten Dame in die neue Saison bei. "Ich bin wohl einfach gut in Form", sagte er mit breitem Grinsen im Gesicht.

Dabei begegneten sich beide Teams an der Bremer Brücke zunächst auf Augenhöhe. Hertha, die ohne den gesperrten Führungsspieler Paul Seguin auskommen musste, zog das gewohnt aggressive, hohe Pressing durch, aus dem sich der Gastgeber allerdings immer wieder souverän befreien konnte. Abschlüsse waren auf beiden Seiten selten und zunächst völlig ungefährlich.

Nach gut einer Viertelstunde mussten die Berliner dann aber einmal tief durchatmen, als Brekalo bei einem Rückpass zu Keeper Marius Gersbeck den Osnabrücker Top-Torjäger Robin Meißner übersah, der den Ball abfing und plötzlich nur noch den Schlussmann zu überwinden hatte. Gersbeck stellte jedoch schnell genug den Fuß raus und verhinderte so den Rückstand (17.).

Nachdem sich die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl zu Beginn gegen den Aufsteiger etwas abmühte, übernahm sie nun immer mehr die Kontrolle und kombinierte sich ein ums andere Mal ansehnlich nach vorne. So auch in der 28. Minute, als Jon Dagur Thorsteinsson am Ende einer schönen Ballstafette im Strafraum aus zentraler Position eigentlich nur noch einschieben musste, doch Osnabrücks Bjarke Jacobsen mit einer Grätsche im letzten Moment noch an die Kugel kam und diese zu einer Ecke abfälschte.

Kurz darauf musste dann auch VfL-Keeper Jonas Krumrey seine schnellen Reflexe unter Beweis stellen und bekam bei einem wuchtigen Abschluss von Brekalo rechtzeitig den Arm hoch. Mit einem leichten Chancenplus der Berliner, aber erstmals in dieser Saison ohne geschossenes Tor, ging es in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel ging es bei strömendem Regen weiter. Der Ballbehandlung von Herthas Kapitän merkte man das allerdings nicht an. Nach einem Freistoß kam Brekalo an den zweiten Ball, nahm diesen einmal kurz an und nagelte die Kugel dann präzise ins untere linke Eck zur Berliner Führung (50.).

Doch kurz darauf lag plötzlich der Ausgleich in der Luft. Wenige Minuten später bekam Klemens den Ball im eigenen Strafraum an den ausgestreckten Arm und Schiedsrichter Felix Weller entschied völlig zurecht auf Elfmeter. Meißner trat an und schoss scharf nach links unten, doch Keeper Gersbeck ahnte die Ecke und parierte (60.).

Kurz darauf hatte der eingewechselte Gustaf Nilsson mit seiner ersten Ballaktion im blau-weißen Trikot direkt die Chance, den Deckel draufzusetzen, scheiterte jedoch im Eins-gegen-eins an VfL-Torhüter Krumrey. Treffsicherer zeigte sich hingegen Kevin Sessa bei der darauffolgenden Ecke. Der Ball flipperte nach der Hereingabe durch den Strafraum und landete beim Berliner Mittelfeldspieler, der diesen mit dem ersten Kontakt aus gut acht Metern zum 2:0 ins Netz beförderte (70.).

Kurz darauf durfte sich Torhüter Gersbeck bei einem Abschluss von Osnabrücks Jonathan Gomez erneut mit einer Glanzparade auszeichnen, nur um kurz darauf die Partie durch einen Patzer doch noch einmal spannend zu machen. Wieder war es Gomez, der dieses Mal aber eigentlich nur eine Flanke von der rechten Seite in den Strafraum schlagen wollte. Doch der Ball segelte stattdessen Richtung Tor, wo Gersbeck sich völlig verschätzte und diesen über sich hinweg ins Netz fliegen sah (82.).

In der Schlussphase zitterten die Gäste so noch einmal, bis der eingewechselte Farid Alfa-Ruprecht für die Erlösung sorgte. Am Ende eins Konters knallte der Joker die Kugel unhaltbar an Torhüter Krumrey vorbei zum 3:1-Endstand ins Tor.

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