21-Jähriger programmiert KI-Reiseplattform
Reisen ist Nico Nesers Leidenschaft - seit der 21-Jährige zum ersten Mal geflogen ist, möchte er selber Pilot werden. Doch bis er sich diesen Lebenstraum erfüllen kann, reist der Abiturient privat und mit kleinem Budget. Um seine Reisen zu planen, hat er oft Stunden im Internet verbracht und hatte den Eindruck, trotzdem oft nicht das richtige Angebot zu finden. Deshalb fing er vor einem Jahr damit an, selbst eine Reiseplattform zu programmieren, die mit KI deutlich bessere Ergebnisse liefern soll. Zum Artikel: Urlaubsplanung 2027: Brückentage clever nutzen KI unterstützt bei der Reiseplanung Tripbot heißt seine Plattform. Auf der kann man auch suchen, wenn man noch gar nicht genau weiß, was man will. Beispielsweise kann man eingeben: "Ich suche einen Urlaub mit meiner Freundin im August an der Küste. Wir wollen gerne surfen und einen Hund mitnehmen." Die DIY-Reiseplattform schlägt nach kurzer Wartezeit Fuerteventura als Ziel vor - mit einem konkreten Flug und drei Hotels, in denen Hunde erlaubt sind. Nico hat mehrere KI-Systeme verwendet, und sie zu einer Plattform verbunden, die aussieht wie andere Reiseportale auch: "Das muss man sich vorstellen wie Chat GPT, das aber auf echte Hotels und Flugdaten zugreifen kann. Also nicht nur Text ausgibt, sondern auch Hotels mit Verfügbarkeit, Ausstattung und Preisen liefern kann. Und man kann direkt darüber buchen." Suchergebnis: Drei Hotels statt 300 Bisher sind bei ihm 50 Fluglinien und rund drei Millionen Hotels hinterlegt, auf sehr großen Plattformen sind es nach eigenen Angaben rund fünfmal so viele. Nico erklärt den großen Vorteil seines Buchungstools so: "Bei anderen Plattformen kriegt man auf seine Anfrage eine Liste von 300 Hotels, bei mir eine Vorauswahl von drei Hotels und dann kann man immer noch sagen, zeig mir mehr oder andere." Die KI auf seiner Plattform hat bereits alle Wunschkriterien überprüft, sowie die Bewertungen der Gäste. Sie gibt dann eine Empfehlung aus, die nicht nur die Vorteile der Hotels auflistet, sondern auch Nachteile, beispielsweise: "Hotel befindet sich im Stadtzentrum, einige Gäste fanden es nachts laut." 40 Stunden Arbeitszeit pro Woche neben Fachabitur Mindestens 40 Stunden pro Woche hat Nico seit einem Jahr investiert, um seine Reiseplattform zu programmieren. Und das neben dem Fachabitur, das er vor wenigen Wochen abgelegt hat. Sein Ziel ist es, das Reisen für alle einfacher zu machen: "Mir tut es weh, wenn ich weiß, dass Menschen nicht auf Reisen gehen, wenn sie sagen, ich finde mit meiner fünfköpfigen Familie kein passendes Hotel oder keinen passenden Urlaub für den Preis - oder ich kann es mir einfach nicht leisten oder die Reiseplanung ist viel zu kompliziert." Ab August für alle nutzbar Derzeit arbeitet er an noch an Details und lässt Freunde und Familie alle Funktionen testen, so dass er alle Fehler beheben kann. Bis August will er dann so weit sein, dass jeder über seine Plattform buchen kann. Wenn alles läuft wird er damit auch Geld verdienen, Nico denkt an rund 10 Prozent Provision, deutlich weniger als andere Buchungsportale: "Dann kann ich den Hotels, also der Branche, viel bessere Konditionen ermöglichen, als es andere Reiseplattformen machen. Also dass sie niedrigere Provisionen abgeben müssen." Er wolle die Reisebuchung für jeden besser machen, sagt er, sowohl für den Kunden und als auch für die Branche auch: "Sodass jeder was davon hat."