2,4 Millionen Euro verloren: Niederländerin (43) fällt auf perfiden Krypto-Betrug rein
Eine 43-jährige Frau aus Wateringen in den Niederlanden versucht, nach einem mutmaßlichen Krypto-Betrug Geld zurückzuerlangen. Wie die die niederländische Tageszeitung „Algemeen Dagblad“ (AD) berichtet, soll sie insgesamt rund 2,4 Millionen Euro verloren haben. Nun will ihr Anwalt vor Gericht Informationen über mögliche Täterkonten erzwingen. Erst kleine Gewinne, dann immer neue Forderungen Der Fall begann laut AD mit einer Online-Werbung für Investitionen in Kryptowährungen. Zunächst schien das Geschäft für die Frau zu funktionieren: Gewinne aus steigenden Kursen sollen auf ihr normales Bankkonto ausgezahlt worden sein. Diese frühen Auszahlungen gelten bei Krypto-Betrugsmodellen als besonders gefährlich, weil sie Vertrauen schaffen können. 2,4 Millionen Euro verloren: Frau kämpft gegen mutmaßliche Krypto-Betrüger Als die Frau Anfang des Jahres eine größere Summe investierte, änderte sich die Lage offenbar. Ein angeblicher Online-Berater soll verlangt haben, weiteres Geld einzuzahlen, damit sie überhaupt noch etwas von ihrem Einsatz zurückbekomme. Die Frau lieh sich zusätzlich Geld bei einem Freund und erkannte den Betrug erst, als der Verlust bereits 2,4 Millionen Euro betrug. Ein auf Krypto-Betrug spezialisierter Anwalt versucht nun, die Plattform „KuCoin“ im Wege eines Eilverfahrens zur Herausgabe von Daten über die mutmaßlichen Betrüger zu verpflichten. Außerdem soll das Unternehmen Konten einfrieren, über die das Geld geflossen sein könnte. ANZEIGE ANZEIGE Wer hinter der mutmaßlichen Betrugsmasche steckt, ist weiterhin offen. Der Anwalt erklärt: „Es können Dutzende Menschen sein, aber auch nur ein oder zwei Personen.“ Eine Gerichtsentscheidung wird in der kommenden Woche erwartet. Bei diesen Warnzeichen sollten Anleger sofort misstrauisch werden Der Fall zeigt, dass Anlagebetrug oft nicht mit einer offensichtlichen Aufforderung zur Überweisung beginnt, sondern mit professionell wirkenden Werbeanzeigen, gefälschten Plattformen und persönlicher Ansprache. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt, dass etwa jede dritte unerwünschte E-Mail bereits einen Phishing-Versuch enthält und 62 Prozent der Menschen nach eigenen Angaben schon einmal bewusst eine solche Nachricht erhalten haben. Solche Angriffe laufen längst nicht nur über E-Mails, sondern auch über soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, SMS oder Telefonanrufe. Gerade bei Krypto-Angeboten nutzen Täter häufig die vermeintliche Glaubwürdigkeit eines Online-Beraters und täuschen mit professionellen Webseiten, Charts und ersten Auszahlungen Seriosität vor. Sobald allerdings weitere Zahlungen nötig sein sollen, um Guthaben freizuschalten, Steuern zu begleichen oder eine Auszahlung zu ermöglichen, ist äußerste Vorsicht geboten.