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25 Gegentore in sieben Heimspielen: Spektakel und Mosers Sensations

Sport

Es hätte ein so schöner Feiertag werden können in Schalding. Herrliches Herbstwetter, über 500 Zuschauer, drei SVS-Tore im Bayernligaheimspiel gegen den TSV Wasserburg, das allerbeste Unterhaltung bot.

Doch gute Laune hatten am Ende nur die Gäste. Denn für Schalding nahm das Fußball-Spektakel ein „katastrophales Ende“, wie es Trainer Heiko Schwarz auf den Punkt brachte. In der Nachspielzeit fing sich Schalding durch einen Kopfball von Liga-Toptorjäger Robin Ungerath das vierte Gegentor an diesem Nachmittag. 3:4, nächste Heimniederlage, wieder Schlusslicht.

„Wenn man die vollen 90 Minuten betrachtet, kann ich den Jungs wirklich kaum einen Vorwurf machen“, urteilte Coach Schwarz. „Jeder hat verstanden, um was es geht, jeder haut sich voll rein, lässt alles auf den Platz.“ Dass es am Ende nicht reichte für Zählbares, lag einmal mehr an den teils großen Schwächen im Defensivverhalten.

Vor allem daheim kassiert der SVS einfach viel zu viele und zu einfache Gegentore. In sieben Partien am Reuthinger Weg musste Keeper Nico Herzig schon 25 Mal hinter sich greifen. „Wenn du vier Gegentore kriegst, kannst du kein Spiel gewinnen“, urteilte ein sichtlich mitgenommener Sportchef Markus Clemens. Erst vier Punkte konnte der SVS auf eigenem Platz einfahren - zu wenig im Kampf um den Ligaerhalt.

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Wieder früher Rückstand

Auswärts beim 2:0-Sieg in Deisenhofen und zuvor beim 1:1 gegen Hankofen hatte sich Schalding zuletzt deutlich stabiler präsentiert. Doch gegen Wasserburg verlor die SVS-Hintermannschaft schon nach sechs Minuten ausgerechnet den Bayernliga-Toptorjäger Robin Ungerath (12 Saisontore) aus den Augen – der Stürmer konnte aus sechs Metern völlig frei einköpfen.

Dem Siegtreffer des Ex-Profis per Kopf ging ein weiter 40-Meter-Ball aus dem Halbfeld voraus. Vor dem 2:2 durch Janik Vieregg (56.) leistete sich Maxi Moser einen schlimmen Abspielfehler. Und beim 3:3 stand Vinzenz Egger am Fünfmeterraum blank (77.). „Vom Zweikampfverhalten war es leider wieder einige Male zu wenig“, meinte Coach Schwarz.

Nach rund 20 Minuten fand der SVS besser in die Partie – und kam mit etwas Glück zum Ausgleich. Eine Hereingabe sprang im Wasserburger Strafraum an die Hand eines Gästeakteurs. Adrian Böck verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1. Für den Neuzugang vom SV Hutthurm war es das erste Saisontor.

Anschließend zog sich Schalding wieder zurück und verdichtete die Räume. Wasserburg blieb jedoch tonangebend und verpasste kurz vor der Pause gleich zweimal die erneute Führung. Besonders kurios: Voglmaier traf zunächst aus rund 25 Metern den linken Pfosten. Schalding bekam den Abpraller nicht geklärt, Voglmaier setzte nach und traf mit seinem zweiten Versuch auch noch das rechte Aluminium.

Nach der Pause wird's wild

Offensiv blieb beim SVS vieles Stückwerk. Die beste Chance zur Führung hatte Jonas Hoffmann unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff, als er nach einer Flanke von Thomas Flieher in der Mitte nur knapp zu spät kam.

Nach der Pause nahm die Partie Fahrt dann richtig Fahrt auf. Schalding agierte nun deutlich mutiger – und wurde dafür belohnt. Nach einem langen Abschlag von Torhüter Nico Herzig nahm sich Quirin Stigelbauer den Ball herrlich mit, zog nach innen und versenkte mit links zur Schaldinger Führung (53.). Der Treffer gab dem SVS spürbar Auftrieb. Maxi Moser hatte wenig später nach einem starken Solo sogar das dritte Tor auf dem Fuß.

Doch nur Sekunden später zeigte sich, wie brüchig das Schaldinger Gefüge auch an diesem Nachmittag war. Moser leistet sich im Mittelfeld einen völlig unnötigen Abspielfehler, Wasserburg schaltete blitzschnell um und Janik Vieregg hatte plötzlich freie Bahn. Rund 40 Meter lief der Gästeakteur allein auf Herzig zu und blieb vor dem Schaldinger Keeper cool – 2:2 (56.).

503 Zuschauer

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