25 Jahre später: Janin Ullmann ärgert sich bis heute über Oliver Pocher und ihr VIVA-Gehalt
Janin Ullmann (44) spricht im Podcast von Ann-Kathrin Schmitz offen über Geld – und über eine Erfahrung aus ihrer Zeit bei VIVA, die sie bis heute beschäftigt. Die Moderatorin erinnert sich an ihr erstes Gehalt beim Musiksender und daran, dass ein männlicher Kollege deutlich mehr verdient haben soll. Janin Ullmann hat 2000 D-Mark weniger als Oliver Pocher verdient „Ich war ja reich, ich habe da 3000 D-Mark brutto bekommen“, erzählt Ullmann rückblickend. Damals sei sie erst 18 Jahre alt gewesen und habe kaum Erfahrung mit Gehältern oder Vertragsverhandlungen gehabt. „Ich bin da so blauäugig hingegangen.“ Erst Jahre später habe sie beim Schreiben ihres Buches „Female Finance: Dein Geld. Dein Leben. Deine Regeln“ durch Oliver Pocher (48) erfahren, dass ihr damaliger Kollege nach ihren Angaben 5000 D-Mark brutto erhielt. „Das war meine erste Erfahrung mit dem Gender Pay Gap“, sagt Ullmann. Also die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Janin Ullmann kritisiert unterschiedliche Ausgangslage Besonders die Voraussetzungen für die Gehaltsverhandlungen sieht die Moderatorin kritisch. So habe Pocher laut ihrer Schilderung zunächst ein Angebot über 4000 D-Mark erhalten, das sein Management anschließend noch nachverhandelt habe. „Aber auch da ist die Ausgangslage ja eine andere, wenn sie mir als junge Frau 3000 D-Mark anbieten und dem jungen männlichen Kollegen 4000 D-Mark“, erklärt Janin Ullmann, die über die Zeit nach ihrem Ehe-Aus gesprochen hat. Weiter sagt sie: „Da muss man einfach sagen, ist das eine absolute Ungleichheit und auch Ungerechtigkeit.“ ANZEIGE ANZEIGE Rückblickend bedauert die Moderatorin vor allem, dass sie das Thema damals nicht offen angesprochen habe. „Ich ärgere mich wirklich noch bis heute, dass ich ihn damals nicht gefragt habe, was er verdient“, sagt Ullmann. Der Vorfall sei gut 25 Jahre her. Geld ist für Janin Ullmann ein persönliches Thema Dass ihr finanzielle Themen besonders wichtig sind, hat auch mit ihrer eigenen Geschichte zu tun. Gemeinsam mit ihrer Schwester sei sie bei ihrer alleinerziehenden Mutter aufgewachsen. „Wir mussten jeden Groschen dreimal umdrehen“, erinnert sie sich. Heute setzt sich Ullmann dafür ein, dass vor allem Frauen sich stärker mit Geld, Verträgen und finanzieller Unabhängigkeit beschäftigen. Dabei berichtet sie auch von einem kostspieligen Fehler aus jungen Jahren. Mit 19 habe sie einen Vertrag unterschrieben, den sie nicht vollständig verstanden habe. Die Folgen spüre sie bis heute. „Er hat ein Honorar für mich bekommen von 5000 Euro, weil ich unterschrieben habe“, erzählt sie. Ihr Rat an Frauen lautet deshalb: „Unterschreibt nichts, was ihr nicht versteht.“