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25 Jahre Speedster: Der verrückteste Opel, der je gebaut wurde

Wirtschaft

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Keine Servolenkung, kein ESP, kein Komfort – dafür eine große Menge an Fahrspaß. Vor 25 Jahren brachte Opel mit dem Speedster einen Roadster auf die Straße, den heute wohl niemand mehr bauen würde. Schade eigentlich.

Heute ist Opel vor allem vernünftig. Astra, Grandland oder Frontera erfüllen zuverlässig ihren Zweck, passen perfekt in die Stellantis-Welt und machen kaum etwas falsch. Doch genau das ist das Problem: Es fehlt der Wahnsinn. Den gab es vor 25 Jahren noch. Damals überraschte Opel die Autowelt mit einem Roadster, den niemand erwartet hatte: dem Speedster.

Kein Platz für Komfort

Der Speedster war radikal. Zwei Sitze, kaum Kofferraum, kein ESP, keine Servolenkung und ein Stoffverdeck, das eher an Camping als an Cabrio erinnerte. Selbst die Fensterheber waren ausgefräst, um ein paar Gramm zu sparen. Dafür wog der offene Zweisitzer weniger als 900 Kilogramm.

Lotus-Technik unter dem Blech

Entstanden ist der Speedster gemeinsam mit Lotus. Beide Modelle teilten sich die Aluminiumplattform, Opel steuerte Motoren und Design bei. Heraus kam kein verkleideter Lotus Elise, sondern ein Sportwagen mit eigenem Charakter.

Besonders begehrt ist heute der Turbo. Sein 2,0-Liter-Vierzylinder leistet 200 PS und beschleunigt den Roadster in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 243 km/h.

Beeindruckender als die Zahlen ist allerdings das Fahrerlebnis. Jede Bodenwelle, jeder Lenkimpuls und jede Kurve kommen ungefiltert beim Fahrer an. Moderne Sportwagen mögen schneller sein – direkter fühlen sich aber nur wenige an.

Damals Flop, heute Kult

Ein Verkaufserfolg wurde der Speedster trotzdem nicht. Mit einem Einstiegspreis von 36.500 Euro war er für viele Opel-Kunden schlicht zu teuer. Statt der erhofften 10.000 Exemplare entstanden bis 2005 lediglich 7207 Fahrzeuge. Heute sieht die Welt anders aus. Gut erhaltene Speedster sind begehrte Klassiker, für die Sammler häufig wieder den ehemaligen Neupreis bezahlen.

So mutig ist Opel heute nicht mehr

Mit den neuen GSE-Modellen versucht Opel zwar wieder, etwas Emotionen ins Programm zu bringen. An den Mut eines Speedsters reichen Mokka GSE oder Corsa GSE aber bislang nicht heran.

Schade eigentlich. Denn gerade in einer Zeit, in der Autos immer schwerer, digitaler und perfekter werden, wäre ein leichter, kompromissloser Roadster vielleicht mutiger denn je.

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