DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -3,29 % 3.898,90 USD 21:59:59 Silber -5,59 % 49,28 USD 21:59:59 Brent -1,26 % 113,43 USD 21:59:57 WTI +2,08 % 104,12 USD 21:59:59 Bitcoin +0,16 % 77.317,95 USD 12:40:10 EUR/USD +0,09 % 1,11660 USD 22:29:43 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 22:26:43 EUR/CHF -0,37 % 0,92020 CHF 22:28:43 EUR/JPY -0,14 % 175,816 JPY 22:28:43

3. Liga Dietze erlöst Hansa! Rostock siegt im ersten Spiel nach Brinkmann-Aus

Sport

Gefeierter Held beim FC Hansa war der gebürtige Güstrower Benno Dietze, der den Ball nach einer Ecke aus kurzer Distanz unter die Latte jagte (88.). Das Ostseestadion explodierte förmlich, die Erleichterung war Mannschaft, Verantwortlichen und Fans nach dem aufwühlenden Dienstag mit der Entlassung Brinkmanns deutlich anzusehen und anzuhören.

Dietzes Tor war Höhe- und Schlusspunkt einer erneuten Fahrt auf der Hansa-Achterbahn. Denn vor dem erlösenden Treffer hatten die Rostocker eine Art Kurzzusammenfassung ihrer bisherigen Saison geliefert: vorne trafen sie zwar, waren aber dennoch nicht effektiv genug - und hinten phasenweise mal wieder bedenklich wackelig.

Erster Hansa-Heimsieg seit Anfang Mai

Bis zu Dietzes Kracher hatte es daher so ausgesehen, dass der FCH eine 2:0-Führung verspielen würde. Lauri Penna (54.) und Veit Stange (65.) hatten die Treffer von Leon Dajaku (23.) Kenan Fatkic (50.) für die Stuttgarter egalisiert. So aber gelang der erste Hansa-Heimsieg seit Anfang Mai (Gegner beim 5:3 damals wie am Mittwoch: die zweite Mannschaft des VfB). Und auch ein wenig Wiedergutmachung für das 0:4-Debakel zuletzt bei Viktoria Köln.

Vor der Länderspielpause steht für die "Kogge" noch eine schwierige Auswärtsfahrt an: Am Sonntag (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) geht es zu Rot-Weiss Essen.

Dajaku trifft nach verhaltenem Beginn

Die Stimmung im Ostseestadion war vor dem Anpfiff ungewohnt verhalten. Dazu passend: der Auftakt des FC Hansa in die Partie. Das Team von Interimstrainer Yannic Thiel kam im Rostocker Regen nur schwer in die Gänge. Ganz so, als läge ein nasser, schwerer Schleier über ihr.

Rund 20 Minuten passierte nichts, ehe Bernie Lennemann im Mittelfeld einen Geistesblitz hatte und Dajaku links auf die Reise schickte. Der Linksaußen ließ VfB-Verteidiger Alexander Groiß mit einem Übersteiger stehen und schloss trocken mit links ins rechte untere Eck ab - 1:0 (23.).

Kölle zweimal unglücklich

Nach dem bis dahin zähen Vortrag ihres Teams sorgte der schöne Treffer für lauten Jubel und kollektive Erleichterung auf den Rängen. Auf dem Rasen wirkte das Tor allerdings nicht gleichermaßen befreiend. Allem Bemühen und einer erkennbaren Steigerung zum Trotz blieb der Auftritt fahrig.

Als Sinnbild taugte eine unglückliche Sequenz von Niklas Kölle. Der Linksverteidiger brach binnen weniger Sekunden zweimal auf der linken Seite durch, legte den Ball zunächst aber zu ungenau zurück, sodass der einschussbereite Andreas Voglsammer vorbeirauschte. Beim zweiten Versuch dann stolperte er das Spielgerät unbedrängt ins Aus (37.).

Fatkic erhöht für Rostock

Dass Dajaku kurz vor (45.+3) und Lennemann kurz nach der Pause (47.) vor dem Tor nicht konsequent agierten, fiel zunächst nicht ins Gewicht, weil Fatkic per Strafstoß erhöhte (50.). Voglsammer hatte im Strafraum den Ball am herausgeeilten Jerik von der Felsen vorbeigelegt und einen leichten Kontakt des VfB-Keepers dankend angenommen.

Zwei Gegentreffer binnen elf Minuten

Brachte das 2:0 weitere Sicherheit? Mitnichten, denn in der Defensive - deren Löchrigkeit Ex-Coach Brinkmann unter anderem zum Verhängnis geworden war - zeigte der FCH prompt altbekannte Muster. Penna bekam 30 Meter vor dem Rostocker Tor den Ball, konnte unbedrängt zehn Meter laufen und nagelte den Ball humorlos in die linke Ecke. Ein toller Schuss, aber auch extrem schlecht - im Sinne von: gar nicht - verteidigt (54.).

Und der Gegentreffer zeigte Wirkung. Überstanden die Gastgeber mehrere selbst durch Fehler heraufbeschworene Situationen zunächst noch unbeschadet, fiel der Ausgleich in der 65. Minute. Weil Hansa viel zu tief stand und überhaupt nicht mehr in Ordnung oder Zweikämpfe kam. Am Ende einer schönen, von staunenden Rostockern begleiteten Passstafette legte Nicolas Sessa den Ball in den Lauf von Stange. Der Mittelfeldspieler blieb vor Luca Unbehaun eiskalt und stellte auf 2:2 (65.).

Dietze lässt das Ostseestadion beben

Die Atmosphäre im Ostseestadion glich nun wieder der vom Beginn - irgendwie gedämpft, genervt, nervös. Es gab Pfiffe und beinahe wurde die Stimmung zur kompletten Verstimmung. Tim van der Leij zirkelte den Ball mit einem feinen Schlenzer zum Glück für die Mecklenburger aber ans Lattenkreuz. Unbehaun wäre machtlos gewesen (68.).

Der VfB war spielbestimmend und schnürte das Thiel-Team in dessen Hälfte ein. Hansa kam erst in der Schlussphase wieder in Schwung, vor das Stuttgarter Tor - und durch Dietze zur umjubelten Erlösung...

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren