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3. Liga Ende bei Fortuna Düsseldorf entlassen - U23-Coach übernimmt

Sport

Einen Tag nach der 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken hat Drittligist Fortuna Düsseldorf die Reißleine gezogen und sich von Trainer Alexander Ende getrennt.

Die Entscheidung fiel nach intensiven Beratungen der Verantwortlichen um Sportvorstand Samir Arabi und wurde am Sonntagmittag offiziell bestätigt. Auch Co-Trainer Zlatko Muhovic wurde freigestellt. Ende hatte die Mannschaft im April übernommen, den Abstieg aus der 2. Liga aber nicht verhindern können. Nun folgte die Trennung nach zehn Spieltagen.

Langeneke übernimmt "bis auf Weiteres"

Bereits beim kommenden Auswärtsspiel in Rostock wird ein neuer Trainer auf der Düsseldorfer Bank sitzen - und der heißt nach Klubangaben Jens Langeneke.

Der U23-Coach werde "bis auf Weiteres" die Verantwortung beim Zweitligaabsteiger übernehmen. Langeneke ist 2006 als Spieler zur Fortuna gekommen und ist seit 2015 in verschiedenen Trainerpositionen in Fortunas Nachwuchsleistungszentrum aktiv.

Der Verein begründete den Wechsel auf der Trainerbank damit, dass man "einen neuen Impuls" setzen müsse. Zudem kenne Langeneke den Verein bestens und habe es sich "mit seiner Arbeit und Leidenschaft verdient, die Mannschaft bis auf Weiteres zu übernehmen", so Arabi.

Fortuna nur noch Mittelmaß

Nach dem bitteren Abstieg haben die Düsseldorfer in der 3. Liga nach zehn Spieltagen 14 Punkte auf dem Konto und liegen nur im Tabellenmittelfeld. "Ich respektiere die Entscheidung des Vereins, bedauere sie aber auch gleichzeitig. Ich hatte den festen Glauben, dass die Arbeit und die Entwicklung der letzten Wochen uns zum gemeinsamen Ziel geführt hätten", wird Ende in der Vereinsmitteilung zitiert.

Zu wenig Konstanz, zu wenig Entwicklung

Auch wenn die Fortuna phasenweise überzeugen konnte, teilten diesen Glauben offenbar nur noch die wenigsten im Verein. Ende gelang es nicht, Konstanz in das Spiel seiner Mannschaft zu bringen. Phasenweise boten die Fortunen furiosen Fußball, bei dem zu sehen war, was für ein Potenzial im Team steckt. Doch Einbrüche und Schwächephasen kosteten den Zweitliga-Absteiger immer wieder Punkte.

Vor der dreiwöchigen Länderspielpause hatte Ende gesagt, dass das "Vorhaben" Fortuna noch besser funktionieren werde, wenn man drei, vier Wochen weiter sei. Doch der Fortschritt war nur bedingt zu erkennen. Gegen Verl (2:2) verspielte Düsseldorf zwei Führungen und beim Last-Minute-Sieg in Münster geriet man zunächst wieder in Rückstand, ehe die Pleite gegen Saarbrücken folgte - erneut nach einer Führung. Auch gegen den FCS folgten auf zunächst begeisternden Fußball Passivität und individuelle Fehler.

Platz zehn nach zehn Spielen mit einem nach dem Zweitliga-Abstieg fast komplett neu zusammengestellten Team, ist keine desaströse Bilanz. Aber die Verantwortlichen trauten es Ende wohl nicht mehr zu, die negativen Ausschläge der Mannschaft in den Griff zu bekommen.

Langeneke als interne Lösung

Nun soll es der gelernte Innenverteidiger Langeneke richten, der als Spieler mit der Fortuna 2009 den Aufstieg in die 2. Liga und 2012 den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Der 49-Jährige gibt sich kämpferisch: "Wir wissen alle, in welcher Situation wir uns befinden. Jetzt geht es darum, Verantwortung zu übernehmen, die Kräfte zu bündeln und auf dem Platz Überzeugung zu zeigen."

Seine Fortuna-Vergangenheit sieht er dabei durchaus als hilfreich: "Ich kenne den Verein, ich kenne die Menschen und weiß, was Fortuna bedeutet", so Langeneke. Am kommenden Samstag gastieren die Düsseldorfer bei Hansa Rostock. Anpfiff ist um 14 Uhr.

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