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3000 m Hindernis: Meyer kritisiert Krause nach deren EM-Gold

Allgemein

Es rumort nach dem EM-Finale zwischen den beiden besten deutschen Hindernisläuferinnen. Teamkollegin Lea Meyer kritisiert Gesa Felicitas Krause für ihre Taktik, doch die Europameisterin hält dagegen. Lea Meyer hat sich nach ihrem Sturz-Drama und dem unglücklichen vierten Platz bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham über 3.000 Meter Hindernis trotzig gezeigt und auch Europameisterin Gesa Krause kritisiert. "Ich finde, ich hätte die Medaille verdient", sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte. Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. "Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus", sagte Meyer. Sie stürzte am letzten Wassergraben und fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann. Kampfansage an Krause Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei "sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt." Schon bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt. "Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen", sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. "Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da", sagte Meyer im ZDF. Die deutsche Bestmarke liegt bei 9:03:30 Minuten – ausgerechnet aufgestellt von Krause im Jahr 2019. Meyers persönliche Bestleistung steht bei 9:09,13. Später fügte sie hinzu: "Ich halte mich für die beste Hindernisläuferin Europas vom Leistungsvermögen her. Es ist am Ende ein Meisterschaftsrennen, und gerade Gesa und Alice sind die absolut besten Meisterschaftsläuferinnen." Die Französin Alice Finot wurde in Birmingham zwei Jahre nach ihrem Titelgewinn Zweite. Meyer erklärt ihre Aussagen am Morgen danach Am Morgen nach dem Rennen äußerte sich Meyer dann zu ihrem trotzigen TV-Interview und wies den Vorwurf der Missgunst über Gold für Krause von sich. "Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt", schrieb sie bei Instagram. Cleverness und Taktik seien "sehr entscheidende Faktoren einer Meisterschaft", schrieb Meyer. "Und wer das für sich an Tag x perfektioniert hat, dem gönne ich auch jeden Erfolg!". In Zukunft will sie "als sehr emotionaler Mensch die Interview-Zone nach einem solchen Rennen meiden". Ihr sei "wichtig, dass klar ist, dass mein Interview von Emotionen gelenkt wurde". Krause kontert Kritik ihrer Teamkollegin cool Krause hatte zuvor gelassen auf die Taktik-Kritik reagiert. "Ich meine, wer die Führungsarbeit macht", sagte Krause nach ihrem insgesamt dritten EM-Titel, "entscheidet sich ja selbst dazu. Und ich persönlich bin einfach nicht so der Frontläufer. Also das ist schon auch eine bewusste Entscheidung. Und ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt – vor allem bei Meisterschaften." Und so machte es Krause auch in Birmingham. Nachdem Meyer im Finale lange das Tempo gemacht hatte, zog Krause einen langen Schlussspurt an und stürmte nach 2016 und 2018 zu ihrem dritten EM-Gold. Empfehlungen der Redaktion Hindernisläuferin Krause krönt sich mit EM-Gold Yemisi Mabry kritisiert ARD-Duo scharf - Frank Busemann reagiert 800-Meter-Läuferin Kolbe schockiert über Rassismus gegen Teamkolleginnen Mit 34 Jahren hat die WM-Dritte von 2015 und 2019 noch einmal ein Meisterstück abgeliefert. Nach acht Jahren ist die schnellste Mama der Hindernis-Welt wieder die Königin Europas – das erste Küsschen bekam Töchterchen Lola. "Ich bin einfach sehr, sehr stolz", sagte Krause, "weil ich weiß, dass diese Momente einfach nicht mehr so häufig kommen werden." (sid/dpa/bearbeitet von ska)

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