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4:2-Sieg zum DEL-Auftakt Eisbären schlagen Straubing durch Effizienz und Leidensfähigkeit

Sport

Die Eisbären Berlin sind mit einem Heimsieg in die neue Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gestartet. Der deutsche Meister gewann das Saison-Eröffnungsspiel gegen die Straubing Tigers mit 4:2 (1:0, 2:0, 1:2). Manuel Wiederer, Liam Kirk, Ty Ronning und Eric Mik sorgten mit ihren Toren für ein erfolgreiches Liga-Debüt von Cheftrainer Eric Dubois.

Wiederer sorgt für Berliner Führung

Kurz vor Spielbeginn wurde das Banner zur Berliner Meisterschaft 2026 feierlich unter das Stadiondach hinaufgezogen. Der Erfolg der vergangenen Saison schwebte somit im wahrsten Sinne des Wortes über den Köpfen der Eisbären-Spieler. Davon ließen sich die Hausherren zunächst nicht sonderlich mitreißen, es war eine ruhige Anfangsphase, in der sich beide Teams erst einmal finden mussten und gegenseitig abtasteten. Konsequent ausgespielte Angriffe waren eher Mangelware.

Das lag auch daran, dass Straubing defensiv griffig agierte und den Eisbären nur wenig Raum ließ. Die Berliner hatten Probleme, eine offensive Wucht zu entwickeln. In der 12. Minute hatten die Eisbären ihre bislang beste Chance. Nach einem Puckgewinn vor dem eigenen Tor ging es gegen aufgerückte Tigers blitzschnell nach vorne, Liam Kirk scheiterte noch an Straubings Torhüter Jakub Skarek – eine sehr gute Chance.

Die Eisbären wurden in dieser Phase zwingender, wollten im ersten Drittel noch in Führung gehen – und das sollte gelingen. In der 17. Minute wurde eine Bogenlampe von Manuel Wiederer zum ersten Tor der neuen DEL-Saison. An der blauen Linie spielte Brandon Davidson den Puck quer auf Wiederer, der einfach mal draufhielt. Vor dem Goalie sorgte Andreas Eder für die entscheidende Sichtbehinderung, war aber nicht dran. So konnte Skarek das Berliner 1:0, mit dem es in die Pause ging, nicht verhindern. Aufgrund der Drittelschlussphase ging die Führung in Ordnung.

Kirk erhöht auf 2:0, Eisbären müssen danach leiden

Die Eisbären konnten nahtlos an die erfolgreiche Phase des ersten Drittels anknüpfen, nach nicht einmal zwei Minuten im zweiten Spielabschnitt baute der letztjährige Meister seine Führung auf 2:0 aus, nun war Liam Kirk erfolgreich. Ty Ronning holte sich in der eigenen Hälfte die Scheibe, spielte über rechts nach vorn. Kirk hatte in der Folge Platz, zog im rechten Bullykreis ab und traf präzise ins lange Eck.

Straubing antwortete mit wütenden Angriffen auf den Gegentreffer. Die Gäste waren im Anschluss an das 0:2 aus ihrer Sicht so wuchtig wie nie zuvor. Die bis dato beste Phase der Tigers bereitete den Eisbären große Probleme, da half auch die ständige Unterzahl nicht – Straubing hatte mehrmals sogar zwei Mann mehr auf dem Eis.

LaFontaine zeichnet sich erstmals aus

Es war einer leidenschaftlichen Abwehrarbeit und einer Glanzparade von Neu-Torhüter Jack LaFontaine (28. Minute) zu verdanken, dass die Eisbären diese hitzige Phase schadlos überstanden. Der Meister musste große Leidensfähigkeit zeigen, brachte die Tigers mit Block nach Block zur Weißglut.

Nachdem die Strafen abgesessen waren, konnten die Berliner wieder erste Angriffe zur Entlastung setzen. Das Spiel wurde zum Ende des zweiten Drittels immer offener. So offen, dass die Eisbären tatsächlich hoch effizient das 3:0 setzten. Nach einem Scheibengewinn in der eigenen Zone marschierte Kirk los, stürmte in den linken Bullykreis und legte einen perfekten Querpass vors Tor. Ty Ronning musste nur noch einschießen.

Es war eine Demonstration all der Klasse und Erfahrung des deutschen Meisters der letzten drei Jahre. Neu-Trainer Eric Dubois durfte nach zwei Dritteln zufrieden sein.

Straubing macht es nochmal spannend

Straubing tat den Eisbären nicht den Gefallen, nun abreißen zu lassen. Die Tigers waren auch im letzten Drittel sehr aktiv und mutig. Dadurch ergaben sich aber auch Räume für die Hauptstädter, die getragen vom hervorragend aufgelegten Duo Kirk/Ronning weiter zwingender agierten.

Die Tigers belohnten sich für den immensen Aufwand, den sie über das gesamte Spiel betrieben hatten. Adrian Klein erzielte in der 51. Minute nach einem hohen Puckgewinn den verdienten 1:3-Anschlusstreffer. Klein setzte sich mit einem tollen Solo am rechten Bullykreis durch und überwand LaFontaine aus spitzem Winkel. Es wurde eine hitzige Schlussphase.

Eisbären durch Treffer ins leere Tor zum Sieg

Straubing scheiterte mal an LaFontaine, mal am Berliner Torpfosten – das 2:3 lag in der Hallenluft. Und es sollte durch Stefan Loibl in der 57. Minute fallen. Der Straubinger fing einen Fehlpasss von Mitch Reinke ab, marschierte ins Angriffsdrittel und katapultierte die Scheibe ins rechte Toreck.

Straubing setzte nun natürlich alles auf eine Karte, nahm für die letzten Angriffe den Torhüter für einen Feldspieler mehr vom Eis - und wurde für das Risiko bestraft. Ein Puckverlust in der letzten Spielminute führte zum entscheidenden 4:2-Siegtreffer für die Eisbären. Erik Mik versengte die Scheibe im leeren Tigers-Tor. So war der Berliner Heimsieg zum Liga-Auftakt perfekt.

Sendung: rbb24 Berlin, 17.09.2026, 21:55 Uhr Video: rbb24 Berlin, 17.09.2026, Dennis Wiese

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