42.300 Autos in Deutschland betroffen: BMW ruft 13 Modelle wegen Brandgefahr zurück
BMW hat einen umfangreichen Rückruf für mehrere Modellreihen gestartet. Betroffen sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts unter anderem 2er, 3er, 4er, 5er, 6er, 7er, X3, X4, X5, X6, X7, Z4 sowie das Elektroauto i3 aus dem Produktionszeitraum vom 31. Juli 2020 bis 26. Februar 2026. Hintergrund sind demnach Ablagerungen im sogenannten RWT-Starterrelais (elektrischer Schalter, der den hohen Stromfluss von der Batterie zum Starter steuert), die durch Abrieb entstehen können. Dadurch steigt der elektrische Kontaktwiderstand im Relais, was zu stärkerer Erwärmung und in der Folge zu einem Kurzschluss führen kann. Das Risiko wird vom Kraftfahrt Bundesamt (KBA) als erhöhte Brandgefahr eingestuft. Rückruf für 13 BMW-Modelle: Mehr als 740.000 Fahrzeuge weltweit betroffen Betroffene Fahrzeuge: 744.234 Fahrzeuge weltweit, davon 42.300 in Deutschland. Behördliche Überwachung: Der Rückruf wird überwacht und ist beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der KBA-Referenznummer 16790R erfasst. Hersteller-Rückrufcodes: Die Aktion wird unter den Codes 0012790600, 0012780600 und 0012770600 geführt. Kontakt für Fahrzeughalter: Weitere Informationen erhalten Betroffene direkt bei BMW oder in einer autorisierten Vertragswerkstatt unter der Nummer +49 (0)89 1250 16175. Für Rückfragen halten Kunden am besten den Rückrufcode des Herstellers bereit: 0012790600, 0012780600, 0012770600 ANZEIGE ANZEIGE Austausch des Motorstarters geplant Im Rahmen der Maßnahme wird bei den betroffenen Fahrzeugen der Motorstarter ausgetauscht. Damit soll das Risiko eines Kurzschlusses und eines möglichen Fahrzeugbrands dauerhaft beseitigt werden. Zur Dauer des Werkstattaufenthalts liegen bislang keine konkreten Angaben vor. Wie lange die Reparatur dauert, dürfte vom jeweiligen Modell und von der Verfügbarkeit der Ersatzteile abhängen, fügt das Fachportal „Autohaus“ an. Immer mehr Auto-Rückrufe in Deutschland: ADAC erklärt die Gründe Die Zahl der Fahrzeug-Rückrufe in Deutschland hat sich seit 2010 auf 532 Aktionen im Jahr 2025 fast verdreifacht, wobei zeitgleich immer mehr Autos von Werkstattbesuchen betroffen sind. Als Hauptursachen sieht der ADAC eine gewachsene Modell- und Markenvielfalt, den steigenden Einsatz komplexer Technik sowie verkürzte Entwicklungszeiten bei den Herstellern. Trotz der hohen Zahlen bewertet der Automobilclub Rückrufe positiv als Maßnahme zur Qualitätssicherung und rät Autobesitzern, diesen Aufforderungen stets nachzukommen. Dennoch appelliert der ADAC an die Autobauer, Fahrzeuge vor dem Marktstart gründlich zu testen, um Verbraucher nicht als „Testpiloten“ einzusetzen. Schließlich fordert der Club im Ernstfall eine transparente Kommunikation seitens der Hersteller sowie die Sicherstellung der Kundenmobilität bei längeren Werkstattaufenthalten.