4:3 nach 1:3! Völlig irre: Erfurt entthront Meister Lok Leipzig
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Das Spiel des Meisters gegen den Tabellenführer versprach viel. Und das Spiel von Lok Leipzig gegen Rot-Weiß Erfurt hielt, was es versprach. Die Thüringer siegten nach einem 1:3-Rückstand noch 4:3 und entthronten die daheim weiter sieglosen Leipziger nun endgültig.
Europacup-Legende sieht wildes 4:3 in der Regionalliga
Der Bänderriss im Knöchel lässt es nicht zu. Lukas Wilton fehlt Lok Leipzig i n der Innenverteidigung – wie auch die rotgesperrten Filip Kusic (insgesamt zwei Spiele) und Jan-Philipp Stein (drei Spiele). Vor den Augen von Ex-DDR-Nationaltorwart und Lok-Europacuplegende René Müller muss Trainer Torsten Ziegner deshalb hinten umbauen. Neben Pepe Böhm und Alexander Siebeck bilden Simon Schierack (links) und Nils Kaiser (rechts) die Viererkette.
Aber Probleme auch für RWE-Trainer Fabian Gerber. Ayooluwa David Adesida ersetzt unter anderem den verletzten Kapitän Awoudja in der Abwehr. Aber was macht das, wenn man mit bereits 32 erzielten Treffern die beste Offensive der Liga hat! Und die legt gleich mal richtig los! Lok-Keeper Jonas Wendlinger muss sich beim Schuss von Dustin Forkel richtig strecken (3.). Auch Luca David Kerkemeyer verpasst die Führung, zielt knapp links vorbei (7.). Von Lok kommt in den ersten 20 Minuten nach vorn nicht viel. Dann jedoch: Dorian Cevis blockt einen Ball beim Spielaufbau der Erfurter, den schnappt sich Ayodele Adetula und trifft mit einem satten Strahl mit links – 1:0 (28.). Verdient! Weil der Meister auch endlich wie ein Meister spielt.
Denn schon zuvor wurde Adetulas Schuss knapp neben den rechten Pfosten abgefälscht (21.) und ein Solo von Farid Abderrahmane erst kurz vorm Tor gestoppt (23.). 1:0 zur Pause, die Erfurts Romarjo Hajrulla schon verletzt ausgewechselt erlebt. Mechak Quiala Tito kam für ihn.
Nach der Pause kann dann auch RWE jubeln. Eine Flanke von Jaden Rodtnick wird immer länger, die Lok-Abwehr inklusive Wendlinger ist sich uneins und am langen Pfosten köpft Kapitän Til Linus Schwarz unbedrängt ein – 1:1 (52.). Damit kann Lok auch im 11. Regionalligaspiel der Saison die Null nicht halten. Aber vorn läuft es weiter! Adetula sprintet über die linke Seite, passt nach innen und findet dort Kapitän Djamal Ziane, der den Ball von Torwart und Verteidiger bedrängt über die Linie drückt – 2:1 (58.). Und weil es so schön war, gleich noch einmal! Flanke von Adetula und am langen Pfosten köpft Eren Öztürk die Lok-Fans ins Glück – 3:1 (62.).
Wenig später ist RWE wieder dran. Eine Ecke wird verlängert und trifft Böhm, der den Ball ins eigene Netz (72.). bugsiert. Nur noch 3:2. Und plötzlich 3:3, als Stanislav Fehler einen Foulelfer (Wendlinger an Forkel) souverän verwandelt (78.). Das irre Tor-Spektakel endet mit dem 3:4 durch Forkel, der in der Nachspielzeit einen Konter erfolgreich abschließt.