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489 PS und 753 km Reichweite: So fährt Mercedes’ neue Elektro-C-Klasse

Wirtschaft

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Die C-Klasse gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Modellen von Mercedes. Jetzt schlagen die Schwaben ein neues Kapitel auf und bringen den Bestseller erstmals als reines Elektroauto. Die bisherige Verbrenner-C-Klasse bleibt zwar vorerst im Programm, doch die neue Stromer-Version soll zeigen, dass Elektromobilität auch in der Business-Klasse funktioniert. Optisch polarisiert die neue C-Klasse. Vor allem der riesige, beleuchtete Kühlergrill dürfte nicht jedem gefallen. Auf den ersten Pressebildern wirkte das Design ungewohnt. In der Realität hinterlässt der Testwagen mit weißem Lack, Night-Paket und 20-Zoll-Felgen aber einen deutlich stimmigeren Eindruck. Auch im Innenraum dominiert zunächst das riesige Display über die gesamte Armaturentafel. Die Sorge, davon abgelenkt zu werden, verfliegt allerdings schnell. Das neue Betriebssystem MB.OS arbeitet flüssig, die wichtigsten Funktionen sind logisch erreichbar. Mercedes macht die Assistenten schlauer Besonders viel Entwicklungsarbeit steckt in den Assistenzsystemen. Zahlreiche Sensoren überwachen permanent die Umgebung und sollen Gefahrensituationen noch präziser erkennen als bisher. Das Ergebnis: Das Auto reagiert feinfühliger, bremst geschmeidiger und greift nur dann energisch ein, wenn es wirklich nötig ist. Gerade im Alltag kann das für mehr Sicherheit sorgen. Die ersten Testkilometer führen durch Finnland. Wegen der strengen Tempolimits bleibt zunächst nur entspanntes Cruisen. Genau hier spielt die optionale Luftfederung ihre Stärken aus. Lange Bodenwellen bügelt sie souverän weg, lediglich gröbere Schlaglöcher bleiben spürbar. Etwas lauter als erwartet fallen die Abrollgeräusche der Reifen aus. Doch die elektrische C-Klasse kann auch anders Auf einem abgesperrten Handling-Kurs zeigt der bis zu 489 PS starke Allrad-Stromer, dass Komfort und Fahrspaß kein Widerspruch sein müssen. Im Sportmodus reduziert sich die Karosseriebewegung deutlich, die Lenkung wirkt direkter und die Hinterachslenkung macht den Mercedes erstaunlich agil. In schnellen Kurven bleibt der Stromer neutral und präzise – ohne hektisch zu wirken. Für Langstrecken setzt Mercedes auf eine moderne 800-Volt-Architektur. Der 94-kWh-Akku lässt sich mit bis zu 330 kW laden. Laut Hersteller fließen so in zehn Minuten Strom für rund 325 Kilometer Reichweite nach, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll nur 22 Minuten dauern. Mit einem Einstiegspreis von 67.711 Euro bleibt die elektrische C-Klasse allerdings ein teures Vergnügen. Fazit Die neue elektrische C-Klasse mag optisch nicht jeden sofort überzeugen. Technisch gehört sie jedoch zu den modernsten Elektroautos ihrer Klasse. Vor allem die gelungene Mischung aus hohem Langstreckenkomfort, überraschend viel Fahrdynamik und kurzen Ladezeiten zeigt: Mercedes nimmt den elektrischen Neustart seines Bestsellers sehr ernst.

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