50 Beschäftigte betroffen
Der Chemiekonzern Evonik will seinen kleineren Produktionsstandort in Hamburg im kommenden Jahr schließen. Betroffen sind rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Kosmetik- und Pflegeprodukte.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer geplanten Bündelung seiner deutschen Standorte. Die Aktivitäten des Hamburger Werks sollen künftig am deutlich größeren Evonik-Standort an der Goldschmidtstraße in Essen weitergeführt werden. Die Versorgung der Kunden soll nach Angaben des Konzerns sichergestellt bleiben.
Evonik schließt Werk in Hamburg, um Kosten zu senken
„Unsere Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen sind in einigen Bereichen zu stark fragmentiert“, sagte Evonik-Interimschef Claus Rettig. Die Konzentration auf größere Standorte solle helfen, Kosten zu senken, Innovationen schneller voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Die Schließung des Hamburger Standorts ist für Mitte kommenden Jahres geplant. Für die betroffenen Beschäftigten sollen gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen Lösungen erarbeitet werden. Dabei gehe es um möglichst sozialverträgliche Perspektiven für die Mitarbeiter.
Weiterer Evonik-Standort vor dem Aus
Auch ein weiterer deutscher Evonik-Standort steht vor dem Aus: Das Werk im sachsen-anhaltischen Bitterfeld mit rund 40 Beschäftigten soll Ende April 2027 geschlossen werden. Dort produziert das Unternehmen Chlorsilane. Als Gründe nennt Evonik schwierige Marktbedingungen, steigenden Wettbewerbsdruck und eine nicht ausreichende Auslastung der Anlagen.
Der Gesamtbetriebsrat kündigte an, die Veränderungen eng begleiten zu wollen. „Für uns steht der verantwortungsvolle Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen an erster Stelle“, sagte Betriebsratschef Hussin El Moussaoui. Gemeinsam sollen nun Lösungen für die betroffenen Beschäftigten gefunden werden. (mp)