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56 Quadratmeter voller Licht: Verglaste Einbauten und eine goldene Küche verhelfen dieser kleinen Wohnung zu mehr Größe

Allgemein

Kleine Wohnung, große Wirkung: So wird eine 56 Quadratmeter kleine Wohnung mit wenigen Tricks zum hellen Zuhause mit Blick auf die grünen Berge. „Das schönste Kompliment für uns ist, wenn ein Kunde, mit dem wir eine positive Erfahrung gemacht haben, unsere Dienste erneut in Anspruch nimmt“, erzählt das Mutter-Tochter-Duo des kasachischen Interiorstudios Sdelaemremont. Elina und Diana Mussakulova erhielten nach zwei erfolgreich abgeschlossenen Projekten von ihrer Kundin Saltanat einen ganz besonderen, dritten Auftrag. Saltanat hatte ihrer Schwester als Geschenk eine Wohnung gekauft und bat die beiden Innenarchitektinnen, sich um die Gestaltung zu kümmern. „Als wir die Wohnung zum ersten Mal sahen, war sie im Grunde eine leere Leinwand – ein offener Grundriss in einem neuen Gebäude ohne Wände oder besondere Merkmale. Aber die Fenster! Das Erste, was uns auffiel, war der atemberaubende Blick auf die hohen, grünen Berge“, beschreiben die Innenarchitektinnen ihren ersten Besuch des Neubau-Apartments in Almaty, Kasachstan. Ihnen war sofort klar, dass diese Aussicht ein zentraler Bestandteil ihres Entwurfs sein musste: „Wir legten alle Räume so an, dass der Blick nicht versperrt wurde und das Licht strömen konnte.“ 56 Quadratmeter in Midcentury-Atmosphäre Licht und die Aussicht durften also nicht blockiert werden, dennoch musste der offene Grundriss effizient organisiert und unterteilt werden – eine Herausforderung bei der kompakten Größe von nur 56 Quadratmetern. Zu einem der grundlegenden Gestaltungselemente wurde ein Kubus im Raum. Er trennt den Schlafbereich und einen kleinen Arbeitsplatz von der restlichen Wohnung ab, ist aber mit Glasfenstern und Glastüren versehen, sodass von zwei Seiten Licht in den Schlafbereich fällt. Obwohl der Raum also kein direktes Fenster hat, ist er durch diesen architektonischen Kniff hell und luftig. Auch für die Küche fanden die Innenarchitektinnen eine kluge Lösung. Sie versteckten in einem Wandschrank hinter der goldglänzenden Kücheninsel in einer Nische einen großzügigen Wäscheschrank, in dem Waschmaschine und Wäschechaos verschwinden. Einer der heimlichen Stars der Wohnung, etwas versteckter gelegen, ist allerdings das Gemälde in der Essnische. Über die Auftragsarbeit der jungen Künstlerin Moldir Qarubaiqyzy sagen die Innenarchitektinnen: „Es war das allererste Werk, das wir in das Projekt einbrachten – es diente als echter Inspirationspunkt für das gesamte Design! Wir verfolgen Moldirs künstlerischen Werdegang schon seit geraumer Zeit und waren von diesem besonderen Werk fasziniert“, so Elina Mussakulova. Sie verwendete, entsprechend dem Bild, für die gesamte Wohnung warme, natürliche Farbtöne und Texturen, die für den Midcentury-Stil charakteristisch sind. Viel Holz, Rattan und Furniere schaffen eine gemütliche und lebendige Atmosphäre, Textilien sorgen für zusätzliche Textur: ein milchig-weißes Sofa, ein olivfarbener Samtsessel und Vorhänge, die an Sackleinen erinnern, schaffen Struktur, die teegrünen Wände des Wohnzimmers sind ein Echo des Grüns draußen. Eine Küche mit einer glänzenden Idee Besonders stolz sind die Innenarchitektinnen aber auf die Kücheninsel mit den goldenen Spiegelfassaden. Sie ist nicht nur funktional, sondern verleiht dem Raum Tiefe, Licht und einen Hauch von subtilem Glamour: „Die goldene, verspiegelte Kücheninsel war unser lang gehegter Traum! Wir wollten einen Wow-Moment schaffen, und die Spiegel waren die perfekte Lösung.“ Die glänzenden Flächen öffnen den Raum, und der Goldton verleiht ihm Wärme und Tiefe: „Sie sind zu einem echten Blickfang geworden und verwandeln die Küche in einen wirklich stilvollen und auffälligen Raum. Das ist nicht jedermanns Sache, aber Madina kocht nur selten, daher ist es ideal für ihren Lebensstil“, erzählt das Innenarchitektinnen-Duo. Madina, die junge Hausherrin und Schwester der Auftraggeberin, hatte keinen Bedarf an einer herkömmlichen, großen Küche, was es den Gestalterinnen ermöglichte, den Raum offener und luftiger zu gestalten. Anstatt die Küche als separaten, abgeschlossenen Bereich zu betrachten, integrierten sie diese nahtlos in den Innenraum, wobei die volle Funktionalität erhalten blieb, aber ohne übermäßige Geräte. Es entstanden zwei unterschiedliche Zonen: die Insel, die als Hauptarbeitsbereich dient, und ein eingebauter Hochschrank, der den Kühlschrank beherbergt und zusätzlichen Stauraum bietet, der vor dem Essbereich positioniert ist. „Unser Hauptziel bei der Gestaltung des offenen Raums war es, ein Gefühl von Leichtigkeit und Fluss zu schaffen. Dies erreichten wir durch einen minimalistischen Ansatz bei der Küchengestaltung, der die Küche schlicht und übersichtlich hielt.“ Die Waschküche wurde geschickt hinter Falttüren versteckt, um diese klare Ästhetik beizubehalten. Bei Nichtgebrauch ist er praktisch unsichtbar, aber bei Bedarf leicht zugänglich. So blieb der Raum frei von Unordnung, und jeder Zentimeter wurde optimal genutzt. Die Kunst gibt den Ton an „Ich denke, es sind oft die kleinen, durchdachten Details, die einen Raum wirklich aufwerten. Für uns spielte die Kunst bei diesem Projekt eine entscheidende Rolle.“ Das Gemälde von Moldir Qarubaiqyzy im Esszimmer gibt die Grundstimmung der Wohnung an, das Gemälde „Kimono“ von William Merritt Chase im Schlafzimmer bildete die Grundlage für die gesamte Farbpalette dieses Raums – von den senfgelben Wänden bis hin zum tiefroten Stoff des Kleiderschranks und den darauf abgestimmten Akzenten. Und dann sind da noch die subtilen japanischen Kunstelemente, die sich durch die ganze Wohnung ziehen. Sie verleihen den Räumen Charakter und verhindern, dass sie zu generisch wirken. „Es geht darum, das perfekte Gleichgewicht zwischen Ästhetik und Individualität zu finden“, so die Innenarchitektinnen. Denn die Bewohnerin Madina ist jung, energiegeladen und stilvoll, und ihre Wohnung sollte das zum Ausdruck bringen. Der offene Grundriss verkörpert ihren dynamischen Geist, während die Farbakzente ihren Stil unterstreichen. Die leichte, luftige Atmosphäre spiegelt ihre eigene Leichtigkeit wider. Es ist ein Raum, der lebendig, schick und voller Persönlichkeit ist, genau wie sie.

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