DAX +1,41 % 25.951,58 Pkt 11:55:43 MDAX +0,88 % 30.765,17 Pkt 11:55:46 Euro Stoxx 50 +0,29 % 6.185,61 Pkt 11:55:45 Dow Jones +0,22 % 52.475,10 Pkt 22:18:52 S&P 500 +0,88 % 7.743,98 Pkt 22:18:42 Nasdaq +1,45 % 26.549,85 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,10 % 64.659,47 Pkt 07:45:03 Gold -0,17 % 4.044,60 USD 12:00:42 Silber -0,85 % 53,00 USD 12:00:40 Brent -4,61 % 110,00 USD 12:00:05 WTI -1,55 % 101,19 USD 12:00:43 Bitcoin -1,37 % 80.156,23 USD 12:10:37 EUR/USD +0,22 % 1,11540 USD 12:10:42 EUR/GBP +0,06 % 0,83660 GBP 12:10:46 EUR/CHF +0,08 % 0,92300 CHF 12:10:46 EUR/JPY +0,19 % 176,129 JPY 12:10:46

64 GiB RAM sind Pflicht

Technologie

Aktuell ist RAM so teuer wie kaum ein anderes Teil in einem PC, aber nicht nur deshalb gilt 64 GiB Arbeitsspeicher bei vielen aktuellen Gaming-PCs doch eher als üppige Ausstattung. Für Microsofts neue Geräteklasse Project Zenith ist diese Menge dagegen nur der Einstieg. Das Unternehmen hat das Projekt am 4. September offiziell vorgestellt und nennt neben mindestens 64 GiB Unified Memory auch eine Speicherbandbreite von wenigstens 250 GB/s als Voraussetzung. Den Anfang sollen Systeme auf Basis von AMD Ryzen AI Halo machen.

Bei Project Zenith handelt es sich allerdings nicht um eine neue Windows-11-Edition im klassischen Sinne. Microsoft spricht von einer vorkonfigurierten Windows-Erfahrung für sogenannte „developer-class devices“.

250 GB/s liegen auffällig nah an Ryzen AI Halo

Interessant ist dabei vor allem die ungewöhnlich konkrete Hardwaregrenze. Während 64 GiB Speicher auch mit verschiedenen anderen Plattformen erreichbar wären, grenzt eine geforderte Speicherbandbreite von mindestens 250 GB/s das Feld deutlich stärker ein.

AMDs aktuelle Ryzen-AI-Halo-Entwicklerplattform mit Ryzen AI Max+ 395 kombiniert beispielsweise 128 GiB LPDDR5X-8000 mit einem 256 Bit breiten Speicherinterface. AMD gibt dafür eine Speicherbandbreite von 256 GB/s an. Microsofts Zenith-Grenze liegt damit lediglich 6 GB/s darunter.

Das passt zum Einsatzzweck der Systeme. Project-Zenith-PCs sollen nach Angaben von Microsoft KI-Modelle mit mehr als 30 Milliarden Parametern lokal ausführen können, ohne für jede Anfrage auf verbrauchsabhängig abgerechnete Cloud-Ressourcen zurückgreifen zu müssen. Der gemeinsam von CPU und GPU nutzbare Speicher ist dafür ein wesentlicher Bestandteil der Plattform.

Windows 11 kommt bereits umgebaut

Die Hardware ist nur eine Hälfte von Project Zenith. Microsoft verändert auch die Ausgangskonfiguration von Windows 11. So zeigt der Datei-Explorer standardmäßig Dateiendungen, versteckte Dateien und den vollständigen Pfad in der Titelleiste an. Auch der Detailbereich sowie die Unterstützung für lange Dateipfade sind aktiviert.

Gleichzeitig schaltet Microsoft einige Elemente ab, die für die Entwicklungsumgebung als unnötig betrachtet werden. Dazu gehören Vorschläge zu zuletzt verwendeten Dateien und Ordnern, Hinweise von Synchronisierungsanbietern, Tipps im Startmenü sowie Kontobenachrichtigungen. Die Command-Palette ist dagegen von Beginn an aktiv. Windows Terminal und Visual Studio Code landen standardmäßig in der Taskleiste.

Auch das Windows Subsystem for Linux gehört zu Microsofts Konzept. WSL soll unter anderem Linux-Container direkt unter Windows bereitstellen. Für Entwickler, die zwischen Windows- und Linux-Werkzeugen wechseln, soll damit ein Teil der bisher notwendigen Einrichtung entfallen. Project Zenith schreibt allerdings keinen festen Workflow vor; Einstellungen und Werkzeuge lassen sich weiterhin verändern.

Weitere Prozessoren sollen folgen

Der Start mit Ryzen AI Halo bedeutet laut Microsoft nicht, dass Project Zenith dauerhaft an AMD gebunden bleibt. Weitere Geräte von OEM- und Chip-Partnern sollen in den kommenden Monaten folgen. Welche Prozessoren die Anforderungen ebenfalls erfüllen werden, nennt das Unternehmen bislang nicht.

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