71-Millionen-Euro-Klage! Märtha Louise und Durek ziehen vor Gericht
Im Video oben: Neue Doku mit Märtha Louise und Durek sorgt für heftige Kritik.
Für Prinzessin Märtha Louise (55) und Durek Verrett (51) sind es turbulente Wochen: Nach dem Abschied von König Harald (†89) und Prinzessin Astrid (†94) sowie Dureks Nierentransplantation sorgt das Paar nun erneut für Schlagzeilen. In Los Angeles haben die Prinzessin, ihr Ehemann und dessen Produktionsfirma Ohana Productions LLC eine millionenschwere Klage eingereicht. Gemeinsam fordern sie mehr als 80 Millionen US-Dollar Schadenersatz, was umgerechnet mehr als 71 Millionen Euro entspricht.
Märtha Louise und Durek haben mehrere Personen angeklagt
Die geforderte Summe verteilt sich auf die drei Kläger: Durek Verrett verlangt mehr als 30 Millionen US-Dollar, Märtha Louise fordert über 20 Millionen Dollar und Ohana Productions macht ebenfalls Ansprüche von mehr als 30 Millionen Dollar geltend. Die jeweiligen Forderungen setzen sich aus mehreren Schadensersatzposten zusammen.
Im Visier des Verfahrens stehen vier Privatpersonen. Zu den Beklagten gehören eine ehemalige Freundin, Verretts Halbschwester Demetria Farmer Oster sowie zwei weitere Frauen, die früher zum Umfeld und Team des Paares gehörten. Neben den vier namentlich genannten Personen richtet sich die Klage auch gegen zehn bislang nicht identifizierte Personen beziehungsweise Akteure.
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Vorwurf falscher Aussagen und Verstoß gegen Geheimhaltungsvereinbarungen
Aus der Klageschrift geht hervor, dass das Paar ehemaligen Freunden, Familienangehörigen und Geschäftspartnern vorwirft, falsche und schädliche Behauptungen verbreitet zu haben. Einige der Beschuldigten hätten früher engen Zugang zum Paar gehabt. Die Vorwürfe seien anschließend über soziale Medien und Medien verbreitet worden. Diese hätten für Märtha Louise und Durek sowohl persönlich als auch finanziell erhebliche Folgen gehabt. Zwei der Beklagten sollen zudem gegen bestehende Geheimhaltungsvereinbarungen verstoßen haben.
Carina Scheele Carlsen, die Managerin der Prinzessin, bestätigte die Klage gegenüber „VG“. Ein US-Anwalt des Paares, Richard Roth, betont, dass Märtha Louise und Durek seit Jahren in der Öffentlichkeit beurteilt würden. Nun solle das Gericht die tatsächlichen Fakten prüfen.
Weiter heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme der US-Anwälte Jamie Campbell und Richard Roth: „Die anhaltenden, verwerflichen Handlungen der Angeklagten begannen vor einigen Jahren, setzten sich bis 2025 und 2026 fort und eskalierten. In diesem Zeitraum erlebten die Kläger erhebliche gesundheitliche und persönliche Belastungen, darunter Verretts schweres Nierenversagen, eine Dialysebehandlung, die sich verschlechternde Gesundheit und kürzliche Nierentransplantation sowie Prinzessin Märtha Louises kürzlichen Verlust ihres Vaters.“
Belastende finanzielle Situation für Märtha Louise und Durek
In Dureks Klage führt er an, dass Veröffentlichungen von „Se og Hør“ und Aussagen früherer Weggefährten seine finanzielle Situation erheblich belastet hätten.
Besonders deutlich soll sich das bei seinen Einnahmen bemerkbar gemacht haben: Laut Klageschrift seien die Umsätze in einzelnen Geschäftsbereichen um bis zu 96 Prozent zurückgegangen. Bezahlte Vorträge seien demnach fast komplett ausgeblieben. Darüber hinaus führt Verrett verlorene TV-Auftritte, Sponsoringdeals und andere geschäftliche Möglichkeiten als Folgen der Unwahrheiten an.
Auch Märtha Louise sieht sich nach eigener Darstellung wirtschaftlich betroffen. Sie argumentiert, dass die öffentliche Berichterstattung ihren kommerziellen Wert geschmälert und ihr dadurch berufliche Chancen genommen habe.
HINTERGRUND
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00:53 Video
Klage wenige Tage nach Haralds Beerdigung eingereicht
Eingereicht wurde die Klage am 14. September – nur wenige Tage nach der Beerdigung von König Harald und kurz nach dem Tod von Prinzessin Astrid. Norwegen befand sich zu diesem Zeitpunkt noch mitten in der offiziellen Hoftrauer. Der Palast hatte diese bis zum 9. Oktober angesetzt. Während dieser Zeit wurden nahezu alle offiziellen Termine der Königsfamilie gestrichen, lediglich verfassungsmäßige Aufgaben und bestimmte Audienzen fanden weiterhin statt.
Auch Märtha Louise und Durek sprechen in den Gerichtsunterlagen selbst von einem ungünstigen Zeitpunkt. Unter normalen Umständen hätten sie diese Phase lieber der Familie, der Trauer, ihrer Gesundheit und Genesung gewidmet. Aufgrund juristischer Fristen sei die Einreichung der Klage jedoch notwendig gewesen.
Das Verfahren umfasst bereits umfangreiche Unterlagen: Die eigentliche Klageschrift soll laut „TV 2“ insgesamt 88 Seiten lang sein. Einschließlich der Anhänge kommt das Material nach Angaben von „VG“ auf 242 Seiten.
Das Paar hat außerdem beantragt, dass diejenigen Punkte des Falls, die für ein Geschworenengericht infrage kommen, vor einer Jury verhandelt werden. Eine erste Planungssitzung vor dem Superior Court of California in Los Angeles ist für den 17. Dezember angesetzt. Dabei soll das weitere Vorgehen in dem Verfahren festgelegt werden.
Der „TV 2“-Königshausexperte Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen hält allein die Größenordnung der Klage für bemerkenswert: „Wir haben in Norwegen bisher noch nichts in dieser Größenordnung gesehen, und auch nichts, was das norwegische Königshaus betraf. Aber das hier scheint eher amerikanischen als norwegischen Ausmaßen zu entsprechen. Und das haben wir ja schon in mehreren Fällen gesehen, was Durek Verrett und Prinzessin Märtha Louise betrifft.“