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80 Prozent begrüßen seinen Rücktritt

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Spahn weg: Neue Umfrage zeigt, was Bürger über Rücktritt wirklich denken

Von: Franziska Schwarz

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War der Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef richtig? Die Bundesbürger haben dazu laut einer aktuellen Umfrage eine klare Meinung.

Berlin – Update, 11:57 Uhr: Die Entscheidung in der Union ist laut einem Bericht gefallen: Thorsten Frei soll neuer Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden.

Erstmeldung: Eine überwältigende Mehrheit von 80 Prozent der Deutschen hält den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) für richtig. In einer repräsentativen YouGov-Umfrage bezeichneten lediglich acht Prozent den Schritt als falsch (zwölf Prozent machten keine Angabe).

Vorausgegangen war ein parteiinterner Sturm der Empörung: Spahn und sein Ehemann hatten in der Vorwoche bekannt gegeben, dass sie durch eine Leihmutter in den USA Eltern ihres Sohnes Georg geworden seien. Damit umging das Paar ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn in der CDU in der Vergangenheit selbst mitgetragen hatte. Der politische Druck führte am vergangenen Samstag schließlich zu seinem Rücktritt als Fraktionschef.

Leihmutterschaft: Meinungsbild tief gespalten

Beim Streitthema Leihmutterschaft ist die Bevölkerung hingegen gespalten. Zwar sprechen sich 38 Prozent der Befragten dafür aus, das Verbot in Deutschland strikt beizubehalten, doch 26 Prozent plädieren für eine Lockerung. Weitere 15 Prozent fordern sogar die komplette Abschaffung des Gesetzes (20 Prozent unentschlossen). Grundlage hierfür ist eine YouGov-Umfrage vom 21. Juli unter 2.684 Erwachsenen.

Zur Methodik der Umfrage

Institut: YouGov Deutschland

Befragungszeitraum: 21. Juli 2026

Stichprobe: 2684 Personen in Deutschland (ab 18 Jahren)

Methode: Quotenbasierte Online-Befragung (CAWI)

Repräsentativität: Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Region gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Spahn-Rücktritt: Rennen um die Nachfolge

Unterdessen richtet sich der Blick in Berlin auf die personelle Neuaufstellung der Union. Wie Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz ankündigte, kommt die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 29. Juli zu einer Sondersitzung zusammen, um über Spahns Nachfolge abzustimmen.

Merz und CSU-Chef Markus Söder wollen zeitnah einen gemeinsamen Personalvorschlag präsentieren. In Parteikreisen gelten aktuell Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) und Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) als aussichtsreichste Kandidaten. Spahn selbst behält sein Bundestagsmandat vorerst.

Leihmutterschaft: Neuer Streit um altes Verbot

Gleichzeitig hat die Affäre eine breitere politische Debatte über Reproduktionsmedizin entfacht. Während Politikerinnen wie die Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann eine neue Auseinandersetzung mit dem Thema fordern, pocht der bayerische Koalitionspartner auf den Status quo: CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek betonte am heutigen Mittwoch (22. Juli) nochmals, dass seine Partei strikt am Verbot der Leihmutterschaft festhalten werde. (Quellen: dpa, Spiegel, vorherige Berichterstattung) (frs)

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