800.000 Soldaten, Hightech-Drohnen: So will die Ukraine Europas „mächtigste“ Armee bauen
Noch 2022 rechneten viele Beobachter mit einem raschen Kollaps der Ukraine. Vier Jahre später steht das Land militärisch ganz anders da. Kiew hat seine Streitkräfte stark ausgebaut: 800.000 Soldaten, eine auf das 50-Fache gesteigerte Waffenproduktion und eine Drohnenindustrie, die mehr als 4 Millionen Geräte pro Jahr liefern kann. Nach dem russischen Angriff vor vier Jahren musste die Ukraine in kurzer Zeit lernen, weitgehend eigenständig zu kämpfen. EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius sagte laut „La Dépêche du Midi“: „Ihre Verteidigungsindustrie ist die beste und innovativste.“ Rüstungsproduktion wächst seit 2022 Das französische Institut IHEDN beschreibt den Krieg in einem Fachbeitrag als einen der ersten echten „Drohnenkriege“. Demnach setzen beide Seiten täglich 10.000 bis 15.000 Drohnen an der Front ein. General Grégoire de Saint-Quentin sagt in dem Beitrag über die Ukraine: „Zu Beginn des Krieges gab es keine Drohnenfabriken. Heute können die Ukrainer mehr als 4 Millionen pro Jahr produzieren.“ Entscheidend ist dabei nicht nur die Menge. Laut IHEDN entwickelt die Ukraine neue Systeme schnell, testet sie unter Realbedingungen und ersetzt unbrauchbare Lösungen oft schon nach kurzer Zeit. Folgen für Europas Armeen Neue Ideen entstehen nicht nur in Fabriken, sondern direkt aus den Erfahrungen an der Front. Was sich bewährt, bleibt im Einsatz. Was nicht funktioniert, wird aussortiert. Hinzu kommt die personelle Stärke. Mit 800.000 Soldaten verfügt die Ukraine laut „La Dépêche du Midi“ über ein militärisches Kontingent, das in Europa herausragt. Der frühere französische Oberst Michel Goya nannte sie deshalb im Februar 2026 laut Bericht sogar die „mächtigste Armee Europas“.