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9 Tote bei Kontrollen: Trump-Behörde ICE ändert Strategie

Welt

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Biddeford/Houston – Die Debatte um die tödlichen Einsätze der Abschiebebehörde ICE holt US-Präsident Donald Trump erneut ein! Innehalb nur einer Woche wurden zwei Migranten von Bundesbeamten erschossen – obwohl sie nicht einmal Ziel von Haftbefehlen waren. Seit Trumps Amtsantritt wurden mindestens neun Migranten bei Abschiebeaktionen erschossen. Zusätzlich starben im Januar in Minneapolis die gegen Abschiebungen demonstrierenden US-Bürger Renée Good (†37) und Alex Pretti (†37) im Kugelhagel von Bundespolizisten. Nach einer Welle der Empörung zog die Migrationsbehörde vorerst die Notbremse: Da beide Todesschüsse bei Autokontrollen fielen, wurde diese Taktik vorerst auf Eis gelegt, teilte ICE mit. Die Anweisung kam vom übergeordneten Heimatschutzministerium (DHS). Die Behörde stand zuletzt auf Drängen von Trumps Strategen unter Druck, das Tempo bei den Abschiebungen zu erhöhen, berichtete CNN: Deshalb wurden oft wahllos Autos angehalten. Fall 1: Vier Schüsse durch die Windschutzscheibe Doch der Schock bleibt. Der jüngste Fall: Biddeford im US-Bundesstaat Maine, Montag, kurz nach 7 Uhr. Der kolumbianische Arbeiter Joan Sebastian Guerrero fährt mit seinem Kia zur Arbeit. Er wird von einem SUV der Abschiebepolizei verfolgt. Videos zeigen, wie der 26-Jährige im Schritttempo im Kreis fährt, während Einsatzkräfte versuchen, die Tür zu öffnen. Dann feuert ein Bundesagent mehrfach durch die Windschutzscheibe. Der blutende Mann wird aus dem Wagen gezogen, ihm werden Handschellen angelegt. Besonders tragisch: Seine Tochter sah in einem pinken Pyjama gerade ihre Lieblingssendung „Bluey“, als die Schüsse fielen. Danach sah sie mit ihrer Mutter die Leiche. Laut Augenzeugen sagte Guerrero noch zu den Beamten: „Ich habe versucht, anzuhalten …“ Der Tote lag fünf Stunden auf dem Bürgersteig. DHS behauptete, das Opfer habe eine Gefahr „für die öffentliche Sicherheit“ dargestellt. Fall 2: Van mit Arbeitern gestoppt – dann ein Schuss Sechs Tage zuvor in Houston: Der Mexikaner Lorenzo Salgado Araujo (†52) ist frühmorgens mit drei weiteren Arbeitern in einem weißen Minivan auf dem Weg zu einer Baustelle. Auch hier verfolgen nicht markierte SUVs den Wagen. Laut Heimatschutzministerium widersetzte sich der Migrant einer Verkehrskontrolle. Dann schießt ihm ein Bundesagent in den Bauch, Araujo stirbt. Die Kollegen – darunter sein Bruder Victor Salgado – werden festgenommen. Die Trump-Regierung beharrt darauf, Araujo habe das Fahrzeug als „Waffe“ benutzt. Doch Beweise fehlen. Sein Sohn Ronaldo Salgado weinte bei einem Presseauftritt: „Er hat es nicht verdient, so zu sterben – alles, was er wollte, war ein Stück des amerikanischen Traums!“

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