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99-Jährige löst fast 100 Jahre altes Matheproblem

Wissenschaft

Von t-online

05.08.2026 - 14:15 UhrLesedauer: 1 Min.

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Seit Jahrzehnten treibt ein Problem die Mathematik um. Jetzt hat eine fast 100-Jährige den Beweis erbracht.

Die 99-jährige US-Mathematikerin Joan Birman hat ein Jahrzehnte altes Matherätsel gelöst. Ihre Lösung für das als "The Burau" bekannte Problem wurde in einem Aufsatz, den sie mit zwei Co-Autorinnen geschrieben hat, bereits im Juli in dem Fachmagazin "Arxiv" veröffentlicht.

Das Problem geht auf den deutschen Mathematiker Werner Burau zurück. Dieser übersetzte in den 1930er Jahren sogenannte Knoten in Matrizen – also ein anderes Zahlenschema, mit dem sich deutlich leichter rechnen lässt.

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Nur: Für Jahrzehnte konnte nicht der Beweis erbracht werden, dass Buraus Übersetzung zwischen den beiden Darstellungsarten auch richtig ist. Für verschiedene Unterprobleme wurden in den vergangenen Jahren bereits Beweise oder Widerlegungen erbracht – allerdings nicht für die Umwandlung von Knoten mit genau vier Strängen. Zwischenzeitlich wurde auch eine KI auf die Lösung des Problems angesetzt, kam aber zu keinem Ergebnis.

Fast 100 Jahre altes Mathematik-Problem: KI stößt an ihre Grenzen

Für Birman schließt sich damit ein langes Kapitel ab: Bereits in der High-School hatte sie sich mit dem Problem befasst, nach ihrem Studium an der Columbia University und dem Barnard College legte sie das Standardwerk "Braids, Links, and Mapping Class Groups" vor.

Birmans Fall ist für die Mathematik, die eigentlich als Wissenschaft der Jugend gilt, mehr als ungewöhnlich. Auch dass der Aufsatz von drei Mathematikerinnen geschrieben wurde, ist ungewöhnlich. Mathematik ist immer noch eine von Männern dominierte Wissenschaft.

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