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A340-600 landet zum letzten Mal in Düsseldorf - Ende einer Ära

Wirtschaft

Giraffe, Bleistift, Traumschiff: Spitznamen findet man einige für den A340-600 – und allesamt sind sie liebevoll gemeint. Wer sich in Foren von Flugzeugliebhabern und Planespottern herumtreibt, kommt in diesen Tagen an der Maschine nicht vorbei. Der Grund ist das Ende einer Ära: Lufthansa verabschiedet sich endgültig vom Langstreckenflieger. Vier Maschinen waren laut „Aero Telegraph“ zuletzt im Einsatz, als eine der letzten Fluglinien überhaupt, die die A340-600 noch nutzten. Damit ist jetzt Schluss.

Und Flugzeugfans trauern: Die letzte Landung im Linienbetrieb in Frankfurt kam aus Washington, zahlreiche Menschen hatten sich rund um den Flughafen versammelt, um die Maschine noch einmal in der Luft zu sehen. Für den letzten Start in Frankfurt gab es eine Ehrendusche von der Feuerwehr, der Pilot winkte aus dem Fenster, sogar Flughafenmitarbeiter hatten auf dem Vorfeld ihre Handys gezückt, um den historischen Moment festzuhalten.

Auch in Düsseldorf kommen Planespotter auf ihre Kosten. Die letzten vier Maschinen werden nämlich Montag und Dienstag in die Landeshauptstadt geflogen. Berichten zufolge werden in Düsseldorf noch einige Ersatzteile ausgebaut, die sich weiterverwenden lassen. Dann soll es weiter nach Spanien gehen. In Teruel sollen die Maschinen dann eingelagert werden.

Warum der A340-600 von vielen so geliebt wird? Fans preisen die Eleganz des vierstrahligen Flugzeugs, das mit 75,4 Metern übrigens sogar 2,7 Meter länger als A380 ist. Für lange Zeit war der „Bleistift“ mit der Länge sogar Rekordhalter, bis die Boeing 747-8 abhob. Und auch darüber wird beim Abschied gesprochen: Kult sind beim A340-600 nämlich selbst die Klos. Einige Toiletten befanden sich hier nämlich im Unterdeck, man musste also einige Treppen nach unten gehen, wenn man eben musste.

Übrigens: Uralt sind die Maschinen noch gar nicht. Ende der 2000er nahm Lufthansa den A340-600 in Betrieb. Sein Markenzeichen wurde ihm im Prinzip zum Verhängnis: Die vier Triebwerke brauchen deutlich mehr Treibstoff als moderne zweistrahlige Flugzeuge. Ein wirtschaftlicher Nachteil, der nun zum Ende einer Ära geführt hat.

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