A57 gesperrt: Schwerer Lkw-Unfall bei Meerbusch-Bovert
Mitten im Berufsverkehr ist die Autobahn A57 Richtung Krefeld am Montag (12. Oktober) ab Meerbusch gesperrt. Grund ist ein schwerer Lkw-Unfall kurz hinter der Abfahrt Bovert. Dort sind gegen 14 Uhr drei Lastwagen gegeneinandergeprallt. Zwei Personen wurden laut Feuerwehr Meerbusch verletzt.
Vermutlich durch den Rückstau kam es kurz hinter Kaarst, auf Neusser Stadtgebiet, anschließend zu einem weiteren Unfall. Laut Autobahnpolizei hatte ein Lkw-Fahrer wohl dem Stauende ausweichen wollen und war auf den Standstreifen gefahren. Ein zweiter Lkw-Fahrer dahinter wich ebenfalls aus. Beide Fahrzeuge prallten zusammen. Ein Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Die Polizei rückte mit ihrem Verkehrsunfall-Aufnahmeteam aus.
Beim ersten Unfall ist einer der Lastwagen mit seinem Führerhaus auf die Mittelschutzwand gefallen. Laut Feuerwehr wurde dabei ein zweimal zwei Meter großes Stück Beton herausgeschlagen. Weil zunächst unklar war, ob dadurch die Statik der Brücke gefährdet ist, wurde ein Fachmann hinzugezogen. Der konnte offensichtlich bald Entwarnung geben. Wie die Autobahn GmbH mitteilt, kann der Verkehr nach Räumung der Unfallstelle „voraussichtlich einspurig und unter Temporeduzierung an dem beschädigten Bereich vorbeigeführt werden“.
Die Feuerwehr rechnete am Nachmittag allerdings damit, dass es mehrere Stunden dauern werde, bis alle Lastwagen geborgen sind und die Fahrbahn gereinigt ist. Die Brücke könne wohl frühestens um 19 oder 20 Uhr freigegeben werden. Bis dahin werde der Verkehr in Bovert abgeleitet und durch Meerbusch geführt.
Für Autofahrer eine harte Nervenprobe. „Es wird ein einziges Chaos in Osterath und Bovert sein“, prognostizierte Feuerwehr-Sprecher Tilmann Hennig. Denn wichtige Straßen sind aufgrund von Baustellen zurzeit nicht befahrbar. So ist die Moerser Straße (L137) zwischen Büderich („Haus Meer“) und Strümp wegen eines Brückenneubaus und der Erneuerung der Fahrbahn bis Dezember voll gesperrt. Autofahrern wurde deshalb am Montag geraten, die A57 und den betroffenen Bereich weiträumig zu umfahren.
Laut Feuerwehr grenzt es an ein Wunder, dass bei dem Unfall bei Bovert kein Mensch schwerer zu Schaden kam. „Wir wurden alarmiert, weil eine Person eingeklemmt worden sei“, berichtet Hennig. Doch vor Ort habe sich gezeigt, dass alle Fahrer ihre Wagen selbst hätten verlassen können. „Das ist kaum zu glauben, wenn man die Unfallstelle sieht“, sagt Hennig. Die Feuerwehr habe die Fahrer und Unfallzeugen bis zum Eintreffen weiterer Einsatzkräfte betreut. Und erste Reinigungsmaßnahmen vorgenommen. „Wir haben ausgelaufenes Öl, Benzin und Diesel mit Bindemitteln aufgenommen.“
Die Bilder zeigen jedoch: Das allein reicht nicht. Die Unfallstelle ist übersät mit Scherben und Trümmerteilen der beteiligten Lastwagen. Auch diese Reste müssen beseitigt werden. Allerdings erst nach Bergung der beteiligten Lastwagen. Und das ist kein schnelles Unterfangen.