DAX +0,54 % 25.600,41 Pkt 17:00:41 MDAX -0,43 % 32.256,64 Pkt 17:00:43 Euro Stoxx 50 +1,53 % 6.344,70 Pkt 17:00:30 Dow Jones -2,02 % 51.679,46 Pkt 17:15:42 S&P 500 -0,71 % 7.375,87 Pkt 17:15:37 Nasdaq +0,28 % 24.947,51 Pkt 17:15:41 Nikkei +0,71 % 61.867,43 Pkt 08:45:03 Gold +3,02 % 4.156,60 USD 17:05:38 Silber +1,20 % 58,56 USD 17:05:38 Brent -0,78 % 90,03 USD 17:03:34 WTI -0,06 % 84,41 USD 17:05:41 Bitcoin +1,18 % 64.660,95 USD 17:15:39 EUR/USD +1,09 % 1,15110 USD 17:15:24 EUR/GBP -0,02 % 0,85670 GBP 17:15:42 EUR/CHF -0,46 % 0,92870 CHF 17:15:43 EUR/JPY -1,68 % 183,428 JPY 17:15:42

Abhängigkeit von US-Tech-Firmen: EU-Kommission startet Milliardenprojekt für KI-Gigafabriken

Technologie

Die EU will im globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz aufholen. Jetzt schreibt die Kommission den Bau von Großrechenzentren aus. Knapp zehn Milliarden Euro Fördermittel stehen bereit. Gleich mehrere Unternehmen aus Deutschland kämpfen um den Zuschlag. Die Europäische Kommission hat heute offiziell das Bietverfahren für den Aufbau von bis zu sieben sogenannten AI-Gigafactories für Anwendungen der künstlichen Intelligenz eröffnet. Die Initiative ist Teil der Strategie, die europäische KI-Infrastruktur auszubauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern für Unternehmen, Wissenschaft und öffentliche Stellen zu verbessern. Das ambitionierte Vorhaben bündelt bis zu zehn Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln der EU sowie der teilnehmenden Mitgliedstaaten. Durch diese öffentlichen Anschubfinanzierungen sollen wiederum mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen ausgelöst werden, sodass sich das Gesamtvolumen des Programms auf über 30 Milliarden Euro beläuft. Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen verringern Mit den AI-Gigafactories möchte die EU im globalen Wettlauf um KI gegenüber den USA und China aufholen. Die Initiative soll eine europäische Infrastruktur fördern, um die digitale Souveränität und Datenhoheit zu sichern und die Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen wie Microsoft, Google oder Amazon (AWS) zu verringern. Die geplanten Rechenzentren sollen moderne KI-Prozessoren, Cloud-Technologien, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke und energieeffiziente Infrastrukturen zusammenführen. Deutschland möchte von der großen Fördersumme ein angemessenes Stück abhaben. Erste Pläne, wichtige deutsche Tech-Unternehmen gemeinsam in einer Art "Deutschland AG" antreten zu lassen, scheiterten jedoch, auch weil SAP und Siemens sich bei ihren Interessensbekundungen stark zurückgehalten hatten. Nun treten verschiedene Player aus Deutschland getrennt voneinander an und stehen damit auch im Wettbewerb untereinander. Dazu gehören die Deutsche Telekom, Schwarz Digits, die IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe (Mutterkonzern von Lidl und Kaufland), der Cloud-Anbieter Ionos, der zusammen mit dem Baukonzern Hochtief auftritt, sowie verschiedene kleinere und regionale Akteure wie Impossible Cloud oder Blue Swan.

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