Abkommen mit Venezuela: Trump will strategische Reserve mit Öl aus Venezuela auffüllen
Die USA wollen ihren in den vergangenen Jahren wiederholt angezapften Notvorrat an Öl mit Öl aus Venezuela wieder aufstocken. Das kündigte US-Präsident Donald Trump an. In Kürze solle damit begonnen werden, die strategische Ölreserve aufzufüllen. Möglich werden soll das durch ein am Freitag von Trump vorgestelltes Abkommen mit Venezuela.
Trump bezeichnete das Öl als ein »Geschenk Venezuelas an das Volk der Vereinigten Staaten«. Laut dem Abkommen erhalten die USA demnach die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus venezolanischen Erdölvorkommen. Dennoch soll Venezuela die Kontrolle über die Ölressourcen behalten, sagte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez.
Investitionen für Ölförderung nötig
Unklar ist allerdings bisher, wie schnell Venezuela im Rahmen des Abkommens Öl für die Reserve liefern kann und wie schnell US-Verbraucher davon profitieren können. Für eine deutliche Steigerung der Produktion sind zunächst erhebliche Investitionen und Arbeiten an der Infrastruktur in Venezuela erforderlich.
Die strategische Ölreserve der USA war in den vergangenen Jahren stark abgebaut worden. Die Regierung reagierte damit auf weltweite Versorgungsengpässe und hohe Kraftstoffpreise. Zum 21. August beliefen sich die Bestände auf rund 290 Millionen Barrel – so wenig wie seit fast 44 Jahren nicht mehr. Als Gründe für die globalen Engpässe gelten unter anderem Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran.
Die USA hatten das ölreiche südamerikanische Land Anfang des Jahres angegriffen und den damaligen Staatschef Nicolás Maduro festgenommen. Seitdem wird Venezuela von Rodríguez geführt, die von Trump unterstützt wird. Rodríguez war Teil der Regierung Maduros, dem Menschenrechtsorganisationen Unterdrückung der Opposition, Korruption, Missachtung demokratischer Prinzipien und Misswirtschaft vorwarfen.