Abkommen zum Einstein-Teleskop in Italien unterzeichnet
Sachsen und Sardinien wollen gemeinsam das Einstein-Teleskop realisieren. Die Entscheidung über den Standort des Riesen-Forschungsprojekts fällt 2027. Teleskop soll neue Erkenntnisse über Entstehung des Weltalls liefern Das Einstein-Teleskop gilt als entscheidender Schritt bei der Erforschung des Universums: Mit seiner Hilfe können Gravitationswellen aus dem All gemessen und ausgewertet werden. Forscher sollen so etwa die Kollision von schwarzen Löchern erkennen und Erkenntnisse über den Beginn des Universums erhalten können. Bereits zu Beginn des Jahres war eine Absichtserklärung zwischen den deutschen und italienischen Partnern in Rom unterzeichnet worden. Die nun besiegelte Kooperation sei ein weiterer wichtiger Schritt, sagte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). Ursula Staudinger, Rektorin der TU Dresden, sieht das Projekt Einstein-Teleskop als große Chance, "Schlüsseltechnologien wissenschaftlich und technologisch weiterzuentwickeln". Die TU bringe ihre Stärken in den Bereichen "Hochleistungsrechnen, KI-gestützte Datenanalyse, Optoelektronik und Präzisionsmesstechnik" ein. Die Standortentscheidung um das Einstein-Teleskop wird 2027 erwartet. Neben Sachsen und Sardinien bewirbt sich auch die deutsch-niederländisch-belgische Grenzregion Euregio Maas-Rhein. (dpa)