Abnehmwunder Zucchini? Das ist nur die halbe Wahrheit
Zucchini: Pro und Contra
Zucchini werden wie gesagt in der Abnehmküche geschätzt, weil sie Low Carb sind. Dieser Vorteil kann ihnen aber auch ganz schnell zum Nachteil werden – wenn wir uns das Thema Sättigung genauer anschauen.
Zucchini bestehen zu 93,6 Prozent aus Wasser, liefern kaum Eiweiß und fast kein Fett. Genau die Nährstoffe sind es aber, die für ein Sättigungsgefühl sorgen. Auch ihr Ballaststoffgehalt ist eher moderat und reicht allein nicht aus, um dich nachhaltig satt zu fühlen.
Das Ergebnis: Der (Heiß-)Hunger kommt schneller zurück, als dir lieb ist.
Warum werden sie dennoch als Abnehmwunder gefeiert? Ihr großes Plus ist genau diese "Nährstoffarmut". Diese macht sie zu einem guten Volumengeber.
Sättigung ist ein Prozess – und von diesen beiden Faktoren abhängig
Ob wir uns satt fühlen und wie lange, hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab:
wie viel Volumen im Magen ist
wie die Nahrung zusammengesetzt ist
Mechano- und Chemo-Rezeptoren monitoren sehr genau, was und wie viel wir zu uns nehmen. Wenn du abnehmen möchtest, musst du die Wirkung auf diese Rezeptoren berücksichtigen.
Dehnt sich der Magen, weil ausreichend viel gegessen wird, werden die Mechano-Rezeptoren aktiviert und signalisieren im Gehirn "Sättigung". Aber das Signal der Chemo-Rezeptoren über den Vagusnerv muss ebenfalls kommen, damit das Gehirn weiß, dass es auch die nötigen Nährstoffe bekommen hat.
Erst wenn beide Signale ankommen, werden die Hormone ausgeschüttet, die uns mit dem Essen aufhören lassen.
Genau hier liegt das Problem der Zucchini: Volumen allein macht nicht satt. Heißhunger ist die Folge, und wir haben die Tüte Chips oder Kekse eine Stunde später doch ganz schnell verputzt.
Zucchini allein macht dich nicht satt – aber so macht sie dich schlank
Die Zucchini sollten wir dennoch in unseren Abnehmprozess integrieren.
Zucchinipuffer oder Zoodles mit einer Tomatensoße sind sehr lecker und dürfen unbedingt auf deinem Speiseplan stehen, werden aber als Hauptspeise allein nicht funktionieren. Stattdessen solltest du den Sommerkürbis innerhalb eines Gerichtes mit Lebensmitteln kombinieren, die sättigende Nährstoffe mitbringen. Zum Beispiel:
Zucchini & Proteine → Skyr, Hüttenkäse, Tofu, Eier, Linsen
Protein ist der wichtigste Partner, der am besten ergänzt wird durch:
Fett → Olivenöl, Nüsse, Samen
Ballaststoffe → Haferflocken, Vollkorn, Hülsenfrüchte
Zucchini-Puffer, die nur zusätzlich ein bisschen Mehl und Gewürze enthalten, werden nicht so lange sättigen wie eine Variante mit Ei, Haferflocken und Feta, in etwas Olivenöl angebraten.
Damit dich Zucchini schlanker machen können, solltest du sie als das nutzen, was sie sind – ein ausgezeichneter Volumengeber.
In unserer Bildergalerie findest du leckere Zucchini-Rezeptideen: