Abschied von klassischen Treibern: Windows macht alte Drucker mit Update unbrauchbar
Microsoft arbeitet kontinuierlich daran, die Druckerunterstützung unter Windows schrittweise auf einen einheitlicheren Ansatz umzustellen. Statt für jedes neue Modell eigene Treiber der jeweiligen Hersteller einzusetzen, soll das Betriebssystem künftig Drucker über standardisierte Protokolle ansprechen. Für aktuelle Geräte ist das bisher kaum ein Problem. Ältere Drucker könnten langfristig hingegen Schwierigkeiten bekommen, insbesondere wenn sie weder das sogenannte Internet Printing Protocol (IPP) noch die von Microsoft vorgesehenen Standards unterstützen.
Die bisherige Windows-Welt war stark von herstellerspezifischer Software geprägt. Unternehmen wie HP, Canon, Epson oder Brother stellten stets eigene Treiber bereit, über die Windows mit den jeweiligen Geräten kommunizierte. Nun will Microsoft diese Abhängigkeit mit Windows Ready Print drastisch reduzieren.
Grundlage dafür ist das standardisierte Internet Printing Protocol, für das Windows bereits einen eigenen IPP-Klassentreiber mitbringt. Die Umstellung auf das Protokoll erfolgte bereits am 15. Januar 2026. Seither werden für Windows 11 und Windows Server 2025 grundsätzlich keine neuen Druckertreiber mehr über Windows Update veröffentlicht. Zudem bevorzugt Windows seit dem 1. Juli 2026 bei geeigneten Druckern stets den integrierten IPP-Klassentreiber.
Zum Problem auf älteren Geräten wird dabei vor allem der sogenannte Windows Protected Print Mode. Dieser akzeptiert ausschließlich die von Windows bereitgestellte Druckinfrastruktur und lässt herstellerspezifische Druckertreiber komplett außen vor.
Gerade ältere USB-Modelle, deren Treiberpflege die Hersteller längst eingestellt haben, fallen dadurch künftig durchs Raster. Unterstützt ein solches Gerät weder IPP noch IPP over USB oder Mopria, lässt es sich nicht mehr in vollem Umfang nutzen, wenn überhaupt. Noch ist die Funktion optional. Microsoft hat aber bereits angekündigt, diese zu einem späteren Zeitpunkt standardmäßig zu aktiveren.
Solange sich der Protected Print Mode immer noch deaktivieren lässt, können zumindest noch die alten Treiber weiterhin installiert werden. Auf automatische Updates müssen die Nutzer aber in jedem Fall verzichten. Zudem steigt mit jeder neuen Windows-Version das Risiko, dass die Software nicht mehr fehlerfrei mit dem Betriebssystem zusammenarbeitet.