DAX +0,61 % 26.459,88 Pkt 13:46:50 MDAX +0,60 % 32.459,22 Pkt 13:46:51 Euro Stoxx 50 +0,30 % 6.559,24 Pkt 13:46:30 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,74 % 69.220,25 Pkt 08:45:03 Gold +0,37 % 4.453,80 USD 13:51:44 Silber +1,17 % 65,87 USD 13:50:52 Brent +0,55 % 89,01 USD 13:51:22 WTI +0,19 % 82,56 USD 13:51:40 Bitcoin +1,16 % 63.548,43 USD 14:01:43 EUR/USD +0,53 % 1,15960 USD 14:00:57 EUR/GBP +0,02 % 0,85510 GBP 14:01:50 EUR/CHF -0,03 % 0,93870 CHF 14:01:50 EUR/JPY +0,37 % 184,572 JPY 14:01:51

"Abschreckende Symbole"?: Apple ändert Regel beim App-Tracking für personalisierte Werbung

Technologie

Wenn iPhone-Nutzer zum ersten Mal eine App öffnen, können sie ihr verbieten, Aktivitäten bei anderen Diensten zu erfassen. Apple ändert nun die Abfrage, nachdem die Werbebranche Sturm gelaufen war. Apple ändert im Streit mit dem Bundeskartellamt interne Regeln, nach denen App-Anbieter auf iPhones und iPads Nutzerdaten für personalisierte Werbung verwenden können. "Apple wird die Nutzerabfragen nun deutlich angleichen und den Drittanbietern von Apps mehr Möglichkeiten geben, die erforderlichen Abfragen sinnvoll miteinander zu verbinden", sagte der Chef der Bonner Behörde, Andreas Mundt. Mit den verbindlichen Zusagen des US-Techriesen würden die Abfragefenster für eigene Angebote und für Apps anderer Anbieter deutlich stärker angeglichen. Dabei würden abschreckend wirkende Symbole und Formulierungen in der von Apple vorgegebenen Abfrage für Drittanbieter wegfallen. Dieses Verfahren gegen Apple sei damit abgeschlossen, teilte das Kartellamt weiter mit. Der iPhone-Hersteller ergänzte, dass die Änderungen künftig in fast allen EU-Staaten gelten würden. Der Konflikt dreht sich um das sogenannte App Tracking Transparency Framework (ATTF). Mithilfe dieser Funktion können Apple-Nutzer entscheiden, welche Aktivitäten eine Drittanbieter-App oder -Internetseite aufzeichnen darf. Dagegen laufen Verlage und die Facebook-Mutter Meta, die von Werbeeinnahmen abhängig sind, Sturm. Sie benötigen möglichst exakte Nutzerprofile, damit Anwendern zielgerichtete Anzeigen auf den Geräten ausgespielt werden können. Diese bringen mehr Geld ein als breit gestreute Kampagnen. Das Bundeskartellamt hatte Anfang 2025 das ATTF scharf kritisiert. Bestimmte Anforderungen gälten nur für Drittanbieter von Apps und nicht für Apple selbst. Dies könnte eine verbotene Ungleichbehandlung bedeuten. Der US-Konzern schlug daraufhin Modifikationen für die Einwilligungsabfragen vor. Diese Änderungen reichen nach Ansicht des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft jedoch nicht aus. Apple entscheide weiterhin darüber, wer Zugang zu werberelevanten Daten erhalte. Der US-Konzern hat die Kritik stets zurückgewiesen. Die Funktion diene dem Datenschutz. Apple habe sich indes "auf Wunsch des Bundeskartellamts bereit erklärt, Text und Gestaltung der Abfrage anzupassen", teilte der Konzern mit. Die Wettbewerbsbehörden Frankreichs und Italiens brummten Apple jedoch wegen des ATTF Geldbußen von zusammengerechnet rund 250 Millionen Euro auf. In Polen ermitteln die zuständigen Behörden ebenfalls wegen möglicher Verstöße gegen das Kartellrecht. Apple unterliegt als Unternehmen mit "überragender marktübergreifender Bedeutung für den Wettbewerb" einer verschärften Regulierung durch das Bundeskartellamt. Mundt hat sich zum Ziel gesetzt, zusammen mit anderen Kartellbehörden den Wettbewerb in der Digitalwirtschaft zu sichern. Auch beim Online-Händler Amazon, der Alphabet-Tochter Google und der Facebook-Mutter Meta hatten die Bonner eine solche Einstufung vorgenommen.

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