Abschussvorrichtung an Umspannwerk: Sabotage-Versuch Dormagen
In der Nähe zu einem Umspannwerk in Dormagen-Gohr hat es einen weiteren Sabotageversuch gegeben. Zunächst war von "sensiblen Gegenständen" die Rede. Inzwischen ist klar: Auch hier sind Abschussvorrichtungen aufgebaut worden, um möglicherweise das Stromnetz anzugreifen.
Bekennerschreiben: Suche nach Verdächtigem läuft
Die Polizei fahndet nach einem Mann aus dem Raum Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis), der ein Bekennerschreiben verschickt hat. Darin benennt er weitere mögliche Tatorte. Die Polizei will deshalb auch an Umspannwerken in Weisweiler (Städteregion Aachen) und im Raum Dormagen nach Abschussvorrichtungen oder anderen verdächtigen Gegenständen suchen.
Laut Polizei war das Bekennerschreiben in der Nacht aufgetaucht. Der Verfasser will demnach mit seiner Aktion gegen die fossile Energieindustrie vorgehen. Unter dem Brief soll auch ein Name stehen. Nach dem Mann wird gefahndet. Die Polizei prüft, ob der Bekennerbrief echt ist.
Schon nach dem Anschlag auf ein Umspannwerk in Brandenburg am Dienstag war ein Bekennerschreiben aus NRW aufgetaucht, in dem ähnliche Beweggründe für die Sabotageakte in Südbrandenburg genannt werden. Ob hier ein Zusammenhang besteht, ist unklar.
In den vergangenen Tagen waren in Bergheim bei Köln und im Süden Brandenburgs Kurzschlüsse an Umspannwerken ausgelöst worden. Dazu wurde Draht mit selbstgebauten Abschussvorrichtungen auf Stromleitungen gefeuert.
Abschussvorrichtungen in Gohr - Spaziergänger rief Polizei
In Dormagen-Gohr hatten Spaziergänger am frühen Abend etwas Verdächtiges entdeckt und die Polizei verständigt.
Claudia Suthor, Polizeisprecherin im Rhein-Kreis Neuss.
Der Bereich um das Umspannwerk in Dormagen ist abgesperrt.
Unsere Quellen:
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