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Absender sind längst tot: Mann erhält Postkarte mit 26 Jahren Verspätung

Wirtschaft

Ein Mann aus Kalifornien staunt nicht schlecht, als er eine verschollene Postkarte in seinem Briefkasten findet. Die 26 Jahre alte Sendung enthält eine herzerwärmende Botschaft längst verstorbener Menschen. Es ist ein sonniger Augustmorgen, als Bob Sheppard aus Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien seinen Briefkasten öffnet und darin eine ganz besondere Botschaft aus der Vergangenheit findet: eine Postkarte, die vor 26 Jahren versendet wurde und nun erst ihren Weg zum Adressaten gefunden hat. Wie sich herausstellt, hatten Sheppards Eltern die Ansichtskarte im Juli 2000 von Kopenhagen aus abgeschickt, wo sie zu dem Zeitpunkt Urlaub machten. Doch die Karte war nie angekommen - bis jetzt. "'Beim Landeanflug sahen wir überall viel Wasser und grünes, grünes Land. In Liebe, M&D.' - Mom und Dad", erklärt Sheppard, als er den Gruß auf der Rückseite der Karte vorliest. "Das war die einzige Post, die ich an dem Tag bekommen habe - ein echter Schatz!", sagt er im Gespräch mit dem US-Sender "ABC". "Postkarte aus dem Himmel" Als der Kalifornier diesen verschollenen "Schatz" erhält, sind seine Eltern allerdings längst nicht mehr am Leben. Seine Mutter Joanne starb vor vier, sein Vater John vor sechs Jahren während der COVID-19-Pandemie. Aufgrund der damaligen Beschränkungen im Krankenhaus hatte Sheppard nach eigenen Angaben nie die Gelegenheit, sich richtig von seinem Vater zu verabschieden. "Das verfolgt mich bis heute", sagt er. Seine Eltern seien viel um die Welt gereist, verrät Sheppard. Auf einer selbst gebastelten Fotowand hat er die Abenteuer von "M&D" dokumentiert - inklusive ihrer Reise nach Dänemark, von wo aus sie im Jahr 2000 die Postkarte abgeschickt hatten. Auf Nachfrage habe Sheppards Briefträger erklärt, sie müsse aus einem Korb oder Regal herausgefallen und unter einen Aktenschrank oder ähnliches gerutscht sein. Offenbar sei sie dann vor Kurzem gefunden worden und im Postamt habe man sich gedacht "'hey, der Typ wohnt immer noch an derselben Adresse. Schicken wir sie ihm doch einfach zu'", erzählt Sheppard. Er selbst erklärt sich den Vorfall allerdings anders: "Für mich ist es eine Postkarte aus dem Himmel."

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