Absturz Limburgerhof: Flugzeug ist in der Luft zerbrochen
18 Seiten lang ist der Zwischenbericht zum Absturz in Limburgerhof, den die Behörde jetzt in Braunschweig vorgelegt hat. Die Kernaussagen: Das historische US-Militärflugzeug ist in der Luft zerbrochen. Es gab keine Explosion und kein Feuer an Bord. Die beiden Piloten, die bei dem Unglück starben, hatten sehr große Flugerfahrung.
Unklar ist: Warum zerbrach das Flugzeug?
Es bleiben aber noch Fragen offen und deshalb werden die Flugzeugtrümmer weiter untersucht. Vor allem ist unklar: Warum ist das Flugzeug während des Flugs zerbrochen? Wie aus dem Bericht hervorgeht, zerbrach es in viele Einzelteile.
US-Kampfflugzeug war 77 Jahre alt
Wie die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU berichtet, war das US-amerikanische Kampfflugzeug vom Typ "T-28A Trojan" schon sehr alt. Es war 1949 gebaut worden. Im Dezember 2025 wurde es restauriert. Ein Unternehmer aus Oberbayern hatte die 77 Jahre alte Maschine gekauft und wollte sie von Aachen zu ihrem künftigen Standort nach Oberpfaffenhofen südwestlich von München fliegen.
Piloten hatten enorme Erfahrung
Der 66-Jährige hatte seit 2015 eine Fluglizenz für Privatpiloten und über 4.000 Flugstunden absolviert. Noch mehr Erfahrung hatte sein Copilot. Er besaß seit 2003 eine Lizenz aus Österreich für große Linienflugzeuge, außerdem eine Fluglehrer-Lizenz und hatte 12.863 Flugstunden absolviert.
Plötzlicher Kurswechsel bei Maudach
Am Unglückstag waren die beiden Piloten mit dem historischen Kampfflugzeug um 10:41 Uhr in Aachen gestartet. Genau 45 Minuten später, um 11:26 Uhr, hatte das Flugzeug gerade Maxdorf, Ruchheim und Maudach überflogen, als es plötzlich vom Kurs abwich, nach Süden abdrehte und in der Luft zerbrach.
Viele Bürger in Limburfgerhof und Ludwigshafen hörten laut Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung direkt vor dem Absturz einen explosionsartigen Knall. Eine Detonation an Bord hat es laut Behörde aber nicht gegeben. Offenbar entstand das Geräusch durch das Auseinanderbrechen des Flugzeugs.
Fallschirme wurden nicht aktiviert
Die Trümmerteile stürzten auf ein Gebiet von 400 x 200 Meter Fläche und beschädigten 25 Häuser. Eine Anwohnerin wurde leicht verletzt. Die zwei Piloten kamen ums Leben. Laut Bundesstelle hatte beide zwar einen Sitzfallschirm. Die Fallschirme waren aber nicht aktiviert worden.
Schlechtes Wetter zum Zeitpunkt des Unglücks
Zum Zeitpunkt des Absturzes war das Wetter in Limburgerhof schlecht. Dicke Wolken hingen über der Gemeinde. Kurz zuvor hatte es stark geregnet. Die Piloten wussten, dass sie durch schlechtes Wetter fliegen. Wie aus ihren E-Mails hervorgeht, hatten sie darüber nachgedacht, den Flug zu verschieben.
In ihrem Zwischenbericht beschreibt die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung BFU zwar ausführlich die Wetterbedingungen. Ein Zusammenhang zum Flugzeugabsturz wird aber nicht hergestellt.