DAX +1,69 % 25.606,65 Pkt 17:30:14 MDAX +2,01 % 30.476,77 Pkt 17:30:14 Euro Stoxx 50 +0,85 % 6.168,45 Pkt 17:30:00 Dow Jones +0,25 % 52.344,76 Pkt 17:49:15 S&P 500 +1,22 % 7.716,31 Pkt 17:49:16 Nasdaq +1,93 % 26.457,14 Pkt 17:49:15 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,89 % 4.074,30 USD 17:39:07 Silber +0,88 % 54,59 USD 17:39:14 Brent -5,47 % 109,48 USD 17:39:15 WTI -1,72 % 100,01 USD 17:39:15 Bitcoin +0,50 % 80.405,64 USD 17:49:14 EUR/USD -0,67 % 1,11430 USD 17:48:42 EUR/GBP -0,19 % 0,83690 GBP 17:49:16 EUR/CHF -0,11 % 0,92310 CHF 17:49:15 EUR/JPY -0,03 % 175,863 JPY 17:49:15

Achtung, diese Mail kommt nicht vom Finanzministerium

Technologie

Die Methoden von Kriminellen sind so raffiniert geworden, dass niemand mehr vor Betrug gefeit ist. Wir klären über gängige und neue Maschen auf.

+++ Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert +++

Betrüger geben sich als Finanzministerium aus und versprechen angebliche "Sommer-Klimabeihilfe"

Update vom 6. Juli: Kriminelle versenden derzeit E-Mails im Namen des Bundesministeriums der Finanzen und versprechen eine sogenannte "Sommer-Klimabeihilfe". Die angebliche staatliche Sonderzahlung soll finanzielle Belastungen durch wetterbedingte Einflüsse ausgleichen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen Phishing-Versuch, mit dem Betrüger an sensible persönliche Daten gelangen wollen, wie die Verbraucherzentrale warnt.

Die gefälschten Nachrichten tragen den Betreff "Wichtiger Hinweis: Sommer-Klimabeihilfe (Juni/Juli 2026) – Frist beachten" und behaupten, für die steuerfreie Auszahlung sei zunächst ein Abgleich der Meldedaten sowie der steuerlichen Identifikationsnummer erforderlich. Über einen beigefügten Link sollen Empfänger ihre Daten verifizieren – angeblich erfolge die Gutschrift dann innerhalb weniger Werktage.

Doch hinter der vermeintlichen Behörden-Mail steckt eine Falle: Wer dem Link folgt und seine Informationen preisgibt, liefert diese direkt an Cyberkriminelle. Die erbeuteten Daten können für Identitätsdiebstahl, betrügerische Vertragsabschlüsse oder Zahlungsbetrug missbraucht werden. Eine solche staatliche Leistung existiert nicht – echte Behörden fordern Bürgerinnen und Bürger niemals per E-Mail zur Verifizierung sensibler Steuerdaten über externe Links auf.

Mehrere Merkmale entlarven die E-Mail als Fälschung:

Unseriöse Absenderadresse, die nicht von einer offiziellen Behörden-Domain stammt

Aufforderung zur Verifizierung persönlicher Daten über einen Link

Versprechen einer nicht existierenden staatlichen Geldleistung

Zeitdruck durch angebliche Fristen

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, solche Nachrichten unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinesfalls auf enthaltene Links zu klicken. Informationen zu tatsächlichen staatlichen Leistungen sollten ausschließlich über die offiziellen Internetseiten der zuständigen Behörden geprüft werden. Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend seine Passwörter ändern, Konten und Karten sperren lassen sowie Strafanzeige bei der Polizei erstatten. (red)

+++

Falsche BKA-Mails im Umlauf: Betrüger drohen mit Haft

Update vom 4. Juli: Für eine Phishing-Kampagne missbrauchen Kriminelle derzeit den Namen des Bundeskriminalamtes (BKA). Sie versenden E-Mails, in denen den Empfängern schwere Straftaten im Internet vorgeworfen werden, warnt die Verbraucherzentrale Sachsen.

Nach Angaben der Verbraucherschützer sind die Nachrichten oft von einem angeblichen Oberstabsfeldwebel gezeichnet und würden täuschend echt wirkende Dateianhänge mit BKA-Briefkopf enthalten. In den Mails drohen die Täter mit Haftbefehlen, Einträgen in Straftäter-Register und der Weitergabe an die Medien. Um das angebliche Verfahren abzuwenden, sollen die Betroffenen innerhalb von 72 Stunden antworten. Die Antwort per E-Mail soll eine Stellungnahme sowie eine Kopie des Reisepasses umfassen. Die Betrüger versuchten so, an sensible Daten zu gelangen, erklären die Verbraucherschützer.

"Die Täter erzeugen bewusst massiven Druck und spielen mit der Angst vor dem Gesetz", heißt es von der Verbraucherzentrale. "Wer auf diese Erpressung eingeht und seinen Pass oder Ausweis verschickt, öffnet Tür und Tor für gravierenden Identitätsdiebstahl." Keine deutsche Ermittlungsbehörde verschicke jedoch Vorladungen per ungesicherter E-Mail oder fordere auf diesem Weg Ausweisdokumente an, stellen die Verbraucherschützer klar.

Klarer Ratschlag: Nicht antworten und Nachricht löschen

Die Verbraucherzentrale rät deshalb dringend, sich nicht von solchen Schreiben einschüchtern zu lassen – auch wenn sie noch so offiziell wirken mögen. Betroffene sollten keinesfalls antworten, keine Anhänge öffnen oder Links anklicken und niemals persönliche Dokumente übermitteln. Es empfehle sich stattdessen, die Nachrichten umgehend zu löschen oder Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. (dpa/bearbeitet von mak)

+++

Verbraucherportal warnt: Viele neue Fake-Shops mit Klimaanlagen

Update vom 3. Juli: Wo das Angebot knapp wird und Preise steigen, sind Betrüger meist nicht weit, wie etwa aktuell bei Klimageräten nach der Hitzewelle Ende Juni. Seitdem ist die Nachfrage insbesondere nach mobilen Klimaanlagen stark angestiegen – und der Sommer ja noch längst nicht vorbei.

Das ruft fragwürdige Online-Shops auf den Plan, die schnelles Geld wittern. Sie locken Kundinnen und Kunden etwa mit irreführenden Werbeversprechen ("Raumfahrttechnologie"), frei erfundenen Medienberichten, KI-Videos und Fake-Gütesiegeln an, warnt das Verbraucherschutzportal "Watchlist Internet".

Irreführende Versprechen führen nur zu einem Ventilator

Oft werde mit einer "günstigen Klimaanlage ohne Installation" geworben, einem "revolutionären Klimagerät", das die Branche angeblich geheim halten wolle – und das zu Preisen zwischen 70 und 140 Euro.

Was aber dann – wenn überhaupt – zu Hause ankommt, sei mehr als ernüchternd: Es handele sich meist um einfache Geräte mit einem normalen Ventilator darin, die nicht annähernd in der Lage sind, eine nennenswerte Kühlleistung zu erbringen.

Ein Fall für Chargeback oder Käuferschutz

Auf Kundenservice oder einen durchsetzbaren Widerruf dürfen Käuferinnen und Käufer laut "Watchlist Internet" bei den zweifelhaften Händlern nicht hoffen. Die Experten raten ohnehin von einer Rücksendung ab, wenn man die Kosten dafür tragen soll.

Empfehlungen der Redaktion

Enkeltrick: So schützen Sie ältere Angehörige

Betrug bei Urlaubsbuchungen: Wann Sie auf jeden Fall stutzig werden sollten

Echt kostenlos? Geld-zurück-Aktionen oft mit Haken verbunden

Besser wendet man sich – je nach genutzter Zahlart – an seine Bank und beantragt einen Kreditkarten-Chargeback, weil "eine falsche oder nicht vertragsgemäße Ware" geliefert worden ist. Oder man nutzt den Käuferschutz des genutzten Zahlungsdienstes und beantragt eine Rückerstattung.

Anhand dieser Merkmale können Sie problematische und unseriöse Anbieter identifizieren:

Übertriebene Werbeversprechen: Angeblich revolutionäre High-End-Klimaanlagen, die Räume in Minuten herunterkühlen, dabei quasi keinen Strom verbrauchen und das für um die 100 Euro. Kann das wirklich sein? Nein!

Emotionalisierende Werbung: Beispielsweise die erfundene "Hintergrundgeschichte" eines Ingenieurs aus München, der seine Mutter angeblich bei Extremhitze beinahe verloren hätte, weil sie sich die Reparatur ihrer Klimaanlage nicht leisten konnte – woraufhin er besagtes revolutionäres und günstiges Klimagerät entwickelt habe, das die Branche nun unbedingt geheim halten wolle.

Sitz im Ausland: Impressum prüfen, um herauszufinden, wer das Produkt verkauft. Wenn mit deutscher Qualität geworben wird, das Unternehmen aber im Ausland sitzt, könnte es sich um Dropshipping handeln, also Verkauf von Produkten ohne eigene Lagerbestände.

Negative Bewertungen: Im Netz nach Erfahrungsberichten auf vertrauenswürdigen Plattformen suchen und insbesondere die negativen Bewertungen lesen.

Auch der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen hilft, Shopping-Seiten besser einzuschätzen. Die Verbraucherschützer informieren auf ihren Seiten auch über die Seriosität von Gütesiegeln. (dpa/bearbeitet von mak)

+++

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren