ADAC-Kunden müssen sich beim Tanken bald umstellen
Für 22 Millionen ADAC-Mitglieder ändert sich beim Tanken bald mehr als nur die Marke an der Zapfsäule.
Shell Deutschland und der ADAC beenden ihre langjährige Kooperation beim Tankrabatt zum 31. Dezember 2026. Bis dahin erhalten ADAC-Mitglieder an teilnehmenden Shell-Tankstellen weiterhin den bekannten Preisnachlass von 1 Cent je Liter Kraftstoff bei Vorlage der ADAC-Mitgliedskarte. Ab dem 1. Januar 2027 entfällt dieser Vorteil bei Shell.
Schluss bei Shell: ADAC-Mitglieder tanken ab 2027 nur noch Vollpreis
Der ADAC hat aber bereits Ersatz. Laut t-online übernimmt Esso ab 1. September den Rabatt. Für die rund 22 Millionen Clubmitglieder heißt das: Bis Ende 2026 lässt sich der Nachlass bei Shell und Esso nutzen. Zum Jahreswechsel ist dann Schluss bei Shell.
Shell begründet das Aus mit einer Neuausrichtung der eigenen Kundenbindungsprogramme. Der Konzern will stärker auf ClubSmart setzen. Dort erhalten Kunden nach Angaben von Shell derzeit dauerhaft 2 Cent Preisnachlass pro Liter Shell FuelSave-Kraftstoff.
Bei Esso läuft dann aber alles wie bisher: 1 Cent Preisnachlass pro Liter für alle ADAC-Mitglieder, die daran denken, ihren Mitgliedsnachweis vorzulegen. Der Haken ist ein anderer: Esso verfügt deutschlandweit über rund 1.100 Filialen, Shell hingegen betreibt über 1.900 Tankstellen. Wer bisher fast immer eine von Shell in der Nähe hatte, muss je nach Wohnort oder Pendelstrecke künftig genauer planen.
ADAC-Mitglieder können aufatmen: Esso ist die bessere Wahl
Die Mühe kann sich aber lohnen, denn der eigentliche Vorteil für ADAC-Mitglieder liegt gar nicht im 1-Cent-Rabatt, sondern in den niedrigeren Durchschnittspreisen bei Esso. Seit Jahren gelten nämlich Aral und Shell praktisch gleichauf als die teuersten unter den großen Tankstellenbetreibern.
Dafür haben sie auch mit Abstand das größte Netz. Eine Aral- oder Shell-Tankstelle ist fast überall in Deutschland nicht weit entfernt. Esso gehört zwar auch nicht zu den günstigsten Anbietern, liegt im Schnitt aber trotzdem eher im Mittelfeld – und damit günstiger als Shell (Quelle: Spritfuchs). Für ADAC-Mitglieder bedeutet das: In Zukunft führt der ADAC-Tankrabatt in der Regel nicht mehr zu unnötig teuren Tankstellen, deren hohe Preise die echte Ersparnis auffressen.