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Adolf Prokop ist tot: DDR-Schiedsrichterlegende stirbt mit 87

Sport

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Er war eine Legende an der Pfeife! 283 DDR-Oberliga-Spiele, 27 Länderspiele und 60 Europacup-Partien leitete Adolf Prokop als Schiedsrichter. Jetzt ist der Thüringer im Alter von 87 Jahren in Erfurt gestorben. „Mit ihm verliert der Thüringer Fußball eine prägende Schiedsrichterpersönlichkeit seines Landes und einen Menschen, der den Fußball über Jahrzehnte hinweg mit großer Leidenschaft begleitet und geprägt hat“, heißt es im Nachruf des Thüringer Fußball-Verbandes . Von 1950 bis 1958 spielte Prokop bei Traktor Schlotheim selbst Fußball, ehe er die Seiten wechselte und bis 1988 als Schiedsrichter aktiv war. Seit 1969 leitete er Spiele der DDR-Oberliga, 1973 wurde er FIFA-Schiedsrichter. Prokop pfiff WM, EM und Europacup-Finals Damit gehörte Prokop über Jahre zur internationalen Spitze seines Fachs. Er leitete Spiele bei den Weltmeisterschaften 1978 und 1982 sowie bei den Europameisterschaften 1980 und 1984. Auch bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal kam er zum Einsatz. Zu den Höhepunkten seiner Laufbahn zählten das Europäische Supercup-Finale 1979 zwischen Nottingham Forest und dem FC Barcelona, das UEFA-Cup-Finale 1981 zwischen Ipswich Town und AZ Alkmaar sowie das Finale im Europapokal der Pokalsieger 1984 zwischen Juventus Turin und dem FC Porto. Auch nach der Karriere dem Fußball treu geblieben Nach seiner aktiven Karriere engagierte sich Prokop weiter für den Fußball. Im Schiedsrichterausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes arbeitete er viele Jahre als Beobachter und Mentor. Bereits im Juni beim 50. Treffen der ehemaligen DDR-Oberliga-Schiedsrichter wirkte Prokop gesundheitlich angeschlagen. Nach einem Urlaub musste er in ein Erfurter Krankenhaus eingeliefert werden. Zwar konnte er noch einmal nach Hause zurückkehren, verstarb jedoch am Mittwoch um 16 Uhr während eines weiteren Klinikaufenthalts. „Mit Adolf Prokop verliert der Thüringer Fußball einen hoch angesehenen Schiedsrichter und Mitstreiter. Sein Wirken wird weit über seine aktive Laufbahn hinaus in Erinnerung bleiben“, so der TFV.

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