AfD bestätigt Hackerangriff auf E-Mail-Konten
Dieser Ausdruck wurde am 20.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.
Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht
Daten im Internet veröffentlicht AfD bestätigt Hackerangriff auf E-Mail-Konten
Unbekannte haben Hunderttausende E-Mails veröffentlicht, die von Konten der AfD stammen sollen. Die Partei bestätigt einen Angriff, spielt die Bedeutung aber herunter.
20.10.2026, 08.58 Uhr
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback!
Bei einem Hackerangriff sind nach AfD-Angaben mutmaßlich Daten aus E-Mail-Konten der Partei erbeutet worden. Unbekannte veröffentlichten im Internet nach eigenen Angaben Daten, bei denen es sich um rund 421.000 E-Mails der Partei handeln soll. Ob diese authentisch sind oder nicht, ist bislang unklar. Angeblich handelt es sich um Daten aus zehn Postfächern, darunter ein Account auf den Namen des früheren AfD-Parteichefs Alexander Gauland sowie ein Konto, das von der AfD früher als Kontakt für die Bundesgeschäftsstelle genannt wurde.
Die Partei bestätigte, dass Daten erbeutet wurden. »Im September 2026 kam es zu einem Hackerangriff auf einen Hosting-Dienstleister unserer Partei, bei dem offenbar Teile einiger weniger Mail-Postfächer – von denen die meisten seit Jahren nicht mehr genutzt waren – widerrechtlich kopiert wurden«, teilte die AfD auf Anfrage mit. Zuvor hatte die »Bild« berichtet. Demnach sind auch E-Mails veröffentlicht worden, die von der Parteichefin Alice Weidel stammen sollen, allerdings wurde wohl nicht ihr eigenes E-Mail-Konto gehackt. Aktuelle E-Mail-Postfächer des AfD-Bundesverbands sind nach Angaben der Partei nicht betroffen gewesen.
Die AfD erklärte weiter, der Angriff sei rasch erkannt und beendet worden. Alle Nutzer seien entsprechend informiert worden. »Die jetzt erfolgte Onlineveröffentlichung vermutlich eines Teils dieser Daten wird geprüft«, hieß es weiter. Eine erste Einschätzung dazu könne erst nach Abschluss dieser Prüfung gegeben werden.
tmk/dpa