AfD-Chef Ulrich Siegmund: Nur ein Anlauf bei Ministerpräsidentenwahl geplant
Ministerpräsidentenwahl
AfD-Kandidat Siegmund tritt nur im ersten Wahlgang zum Ministerpräsidenten an
Stand: 05.10.2026 18:45 Uhr
AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund will bei der Ministerpräsidentenwahl im Dezember nur im ersten Wahlgang antreten. Für den Fall seiner Wahl kündigt er Maßnahmen in der Asyl-, Bildungs- und Gesundheitspolitik an.
von MDR SACHSEN-ANHALT
AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund will bei der für Dezember geplanten Ministerpräsidentenwahl nur im ersten Wahlgang antreten. Sollte er dort die notwendige Mehrheit verfehlen, werde er nicht erneut kandidieren, sagte Siegmund am Montag im Landtag: "Ich werde nicht im zweiten Wahlgang antreten."
Dies sei auch mit seinen Parteikollegen so besprochen: "Es gibt einen Wahlgang." Was bei einem Scheitern folgen würde, ließ Siegmund offen, schloss aber auch Neuwahlen nicht aus. Zuletzt zeigte er sich überzeugt, direkt im ersten Wahlgang zum Ministerpräsidenten gewählt zu werden.
Im Falle seiner Wahl will Siegmund auch ohne eigene Mehrheit im Landtag politische Vorhaben über die Ministerien umsetzen. Handlungsmöglichkeiten sieht er unter anderem in der Bildungs- und Gesundheitspolitik sowie bei der Umsetzung des Asylrechts.
"In manchen Punkten braucht man keinen Parlamentsbeschluss", sagte Siegmund am Montag im Landtag. "Da werden wir natürlich die Möglichkeiten nutzen, die uns dann gegeben sind", sagte der AfD-Politiker. Als konkrete Ziele nannte er unter anderem mehr Studienplätze für Humanmedizin und Veränderungen bei der Unterbringung von Asylbewerbern.
MDR (Stephan Schulz, Oliver Leiste)