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AfD in NRW: Zerstrittene Lager blockieren Einigung im Landesverband

Nation

Dieser Ausdruck wurde am 16.07.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Verfeindete Lager Schlichtungsversuch bei AfD-NRW-Landesverband scheiterte offenbar binnen Minuten In der nordrhein-westfälischen AfD stehen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüber. Ein Mediationsversuch scheiterte am Mittwoch laut einem Bericht krachend. Auch die Bundesvorsitzenden geraten zunehmend in die Auseinandersetzung. 16.07.2026, 13.25 Uhr Die AfD ist vorerst damit gescheitert, einen internen Machtkampf in ihrem Landesverband in Nordrhein-Westfalen zu befrieden. Wie die »Zeit« berichtet, wurde ein Meditationsgespräch in den Räumen der Fraktion im Düsseldorfer Landtag nach »nur fünf bis acht Minuten« abgebrochen. Weitere Gespräche habe es danach nicht gegeben. Die bereits seit Längerem schwelenden internen Auseinandersetzungen in dem Landesverband waren am vergangenen Wochenende auf dem Landesparteitag in Marl eskaliert. Die Veranstaltung war im Chaos geendet, Fraktionskollegen hatten sich etwa körperliche Übergriffe, Beleidigungen und Einschüchterungsversuche vorgeworfen. Die beiden Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich und Knuth Meyer-Soltau stellten Strafanträge gegeneinander. An dem Schlichtungsgespräch hatten nun laut »Zeit« die Vertreter der beiden Lager teilgenommen: NRW-Landeschef Martin Vincentz und sein Kontrahent Sven Tritschler, der seit neuestem Mitglied des AfD-Bundesvorstands ist. Lager stehen jeweils Weidel und Chrupalla nahe Vincentz gilt als eher gemäßigter AfD-Vertreter, steht dem Co-Bundeschef Tino Chrupalla nahe. Das Lager um Tritschler, dem auch der völkisch-rechtsextreme Matthias Helferich angehört, ist dagegen mit der anderen Bundes-Co-Chefin Alice Weidel verbündet. Die verschiedenen Lager-Zugehörigkeiten führten offenbar auch zum Eklat bei dem Schlichtungsgespräch. Demnach soll Vincentz nach kurzer Zeit von zwei Parteikollegen seines eigenen Lagers aus dem Raum geholt worden sein – das Gespräch endete. Später soll Vincentz in einem Schreiben an den Bundesvorstand die Unabhängigkeit des Mediators angezweifelt haben. Dieser sei »ungeeignet«, da er sich in Brüssel im Umfeld eines Europaabgeordneten bewege, der dem Weidel-Lager nahestehe, zitiert die »Zeit« aus dem Schreiben. »Das Scheitern dieser sogenannten Mediation ist von Teilen der neu gewählten Bundesvorstandsmehrheit offenkundig fest eingeplant, damit die Initiatoren ihre Sabotageaktion in Marl fortsetzen können«, so Vincentz. Bei dem Vermittler soll es sich um einen Sprecher der AfD-Delegation im EU-Parlament handeln. Vincentz erhebt Vorwürfe gegen Weidel Vincentz wirft in dem Schreiben auch Parteichefin Weidel vor, für die Aktionen auf dem Parteitag in Marl mitverantwortlich zu sein. Es herrsche »Entsetzen, wie eine künftige Kanzlerkandidatin derartige Zustände zulassen kann oder gar selbst befördert«, wird Vincentz zitiert. Man sei »fassungslos, dass eine Bundessprecherin sich nicht klar von derartigen undemokratischen, Antifa-ähnlichen Auswüchsen distanziert.« Der Vorwurf bezog sich offenbar auf Vorwürfe des Vincentz-Lagers an das Tritschler-Lager, dieses habe die Aufstellung der Landesliste gezielt sabotiert, indem es etwa »Spaßkandidaten« aufgestellt habe. So hatten sich teils für einen einzigen Listenplatz fast 100 Kandidaten beworben, offenbar mit dem Ziel, Verhandlungen über die kommenden Listenplätze zu erzwingen. Weil die Massenbewerbungen auch den Zeitplan des Parteitags sprengten, wurde die Versammlung schließlich nach der Wahl von nur 22 von insgesamt 80 Kandidaten unterbrochen. fek

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