Agenten lösen Millennium
KI knackt Millennium-Problem: Wenn Agenten unlösbare Mathematik meistern
Lena Waltle mit Christian Speicher
Hören und abonnieren Sie den Podcast «NZZ Quantensprung» auch auf Spotify, Apple Podcasts oder Castbox.
Es kommt selten vor, dass Mathematik die Titelseiten füllt. Doch was dem KI-Unternehmen Open AI diesen Sommer gelungen ist, hat weit über die Mathematik-Community hinaus Aufmerksamkeit erregt.
Zu Recht. Schliesslich hat KI eines der sieben «Millennium-Probleme» gelöst.
Diese besonders schwierigen mathematischen Probleme hat das Clay Mathematics Institute ausgewählt und mit je einer Million Dollar Preisgeld dotiert. Obwohl die besten Mathematiker seit Jahrzehnten daran arbeiten, wurde bisher erst eines dieser Probleme gelöst.
Bis jetzt: Open AI hat ein zweites Problem mit künstlicher Intelligenz gelöst.
Seither ist in der Mathematik nichts mehr, wie es war.
Im Podcast erklärt der NZZ-Wissenschaftsredaktor Christian Speicher, warum Google, Open AI und Anthropic Millionen Dollar in die Lösung mathematischer Probleme stecken. Und das, obwohl sie keine praktische Anwendung haben und das Preisgeld nur einen Bruchteil der Kosten deckt.
Ausserdem mit dabei: der britische Mathematiker Kevin Buzzard und Moritz Kassmann, Vizepräsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung und Professor für Mathematik an der Universität Bielefeld
Open AI feierte sich für die Leistung, doch statt mit Applaus reagierten die Mathematiker empört. Zum Artikel
Vor ein paar Jahren konnte Chat-GPT nicht einmal richtig zählen, jetzt liefern KI-Firmen den Mathematikern ein neues Werkzeug. Wie Open AI das gelungen ist, hören Sie im «Quantensprung»-Podcast. Fünf wichtige Infos zum Thema finden Sie ausserdem im Newsletter.
Hier können Sie «NZZ Quantensprung» kostenlos als Newsletter abonnieren. | Weitere Episoden von «NZZ Quantensprung» finden Sie in dieser Übersicht.
Pioniergeist in den Alpen: Der Absturz der Dakota und die Evolution der modernen Flugrettung
Im November 1946 verirrt sich ein amerikanisches Militärflugzeug auf dem Weg von München nach Italien und crasht auf einem Gletscher in den Berner Alpen. Es startet eine spektakuläre Rettungsaktion, um die Crew und Passagiere des Dakota-Flugzeug zu bergen. Es ist die Geburtsstunde der alpinen Luftrettung. Heute ist die Bergrettung aus der Luft hochgradig professionalisiert und die technologische Entwicklung steht nicht still. Welche Innovationen prägen die Zukunft der Aviatik?
Diesen Fragen geht Lena Waltle, Redaktorin Wissenschaft und Technik, mit Andreas Spaeth, Luftfahrt-Journalist, und Jürgen Schelling, Luftfahrt-Journalist und Pilot, am 26. Oktober nach.
Tickets bekommen Sie hier.