Aggression durch Russland: Russisches Kriegsschiff feuert Leuchtkugeln auf dänischen Hubschrauber
Ein russisches Kriegsschiff hat in internationalen Gewässern zwei Leuchtkugeln auf einen dänischen Militärhubschrauber abgefeuert. Die Geschosse hätten den Helikopter vor der dänischen Küste knapp verfehlt, teilte das Militär des Nato-Landes mit. Der Hubschrauber sei auf einem Routineeinsatz gewesen, um die russische Fregatte zu fotografieren.
Bei der Leuchtmunition handele es sich um Pyrotechnik, die auf See üblicherweise als Warnsignal genutzt werde, hieß es in der Mitteilung weiter. Wegen des Vorfalls plant Dänemark, den russischen Botschafter einzubestellen. Dies kündigte Verteidigungsminister Jeppe Bruus im dänischen Sender TV 2 an. Russland äußerte sich bisher nicht zu dem Vorfall.
Russische Aggressionen
Zuletzt haben sich häufiger Vorfälle ereignet, die mutmaßlich Aggressionen Russlands gegen westliche Länder darstellen. Die Bundesregierung geht zum Beispiel davon aus, dass für den gescheiterten Drohnenanschlag am Leipziger Flughafen Russland verantwortlich ist. Zudem attackierte Russland zuletzt einen ukrainischen Zug mit einer Drohne. Es wird davon ausgegangen, dass diese eigentlich einen anderen Zug mit europäischen Diplomaten treffen sollte.
Erst in der Nacht zum Dienstag haben Kampfflugzeuge der Nato eine Drohne über Litauen abgeschossen. Genauere Angaben zu Herkunft und Typ der abgeschossenen Drohne gab es zunächst nicht. Der litauische Präsident Gitanas Nausėda schrieb auf X jedoch: »Angesichts der zunehmenden Aggression Russlands gegen die Ukraine ist diese Bereitschaft für unsere Region von entscheidender Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Nato-Verbündeten wird Litauen seinen Luftraum verteidigen.«